Dominikanische Behörden untersuchen Bevölkerung
Nach der Entdeckung des ersten Cholera-Falls in der Dominikanischen Republik haben die Gesundheitsbehörden am Donnerstag eine landesweite Suche nach Opfern gestartet. Auch die Grenzkontrollen zu Haiti wurden verstärkt.

Foto © APDie Cholera ist für Kinder besonders gefährlich
Die Dominikanische Republik versucht entschieden gegen einen Ausbruch der Cholera vorzugehen. Gesundheitsminister Bautista Rojas sagte, Hunderte Ärzte, Epidemiologen und andere medizinische Fachkräfte gingen von Haus zu Haus und suchten in jedem Winkel, in jeder Nachbarschaft und Gasse nach Menschen, die Cholera-typische Symptome aufwiesen: Durchfall, Erbrechen und Dehydration des Körpers.
Nachbarn würden befragt, medizinische Hilfe werde angeboten, und in Verdachtsfällen würden die von der lebensgefährlichen Krankheit möglicherweise betroffenen Menschen ins Krankenhaus gebracht. Am Montag war der erste Cholera-Fall in dem Urlaubsparadies bekannt geworden: Ein in der Dominikanischen Republik lebender Bauarbeiter hatte die Infektionskrankheit nach einem Heimatbesuch im angrenzenden Haiti eingeschleppt.
Die dominikanischen Behörden haben die Grenzkontrollen angesichts der Cholera-Epidemie in Haiti verstärkt. Im Nachbarland sind bereits mehr als 1.000 Menschen der Cholera zum Opfer gefallen. Viele Haitianer verdächtigen nepalesische Blauhelmsoldaten, die Krankheit eingeschleppt zu haben. Die UN haben das zurückgewiesen. Dennoch kam es am Donnerstag in der Hauptstadt Port-au-Prince zu schweren Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Soldaten.










