Cholera in Haiti: Bereits 284 Todesopfer
Am Dienstag starben in Haiti weitere 25 Menschen an der Cholera. Über 3.600 Menschen werden derzeit in behelfsmäßigen Krankenhäusern behandelt - das sind mehr als 13 mal so viele wie noch am Tag zuvor.

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In Haiti sind nach Angaben der Behörden weitere 25 Menschen an der Cholera gestorben. Die Zahl der Toten seit Ausbruch der Seuche vergangene Woche sei auf 284 gestiegen, sagte ein Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums. Die Zahl der in Krankenhäusern wegen Cholera Behandelten habe sich seit dem Vortag um 270 auf 3612 erhöht.
Am Montag hatte es zunächst nur noch sechs neue Choleratote gegeben. Das Gesundheitsministerium sprach von einer Entspannung der Lage, doch Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnten vor voreiligen Schlüssen. Der UNO-Koordinator für humanitäre Hilfe in Haiti, Nigel Fisher, schloss sich nicht aus, dass sich die Epidemie im ganzen Land ausbreitet und es Zehntausende Tote geben könnte.
Hochansteckende Krankheit
Cholera galt in Haiti als ausgerottet. In der vergangenen Woche jedoch traten wieder erste Fälle entlang des Artibonite-Flusses im Zentrum und Norden des Landes auf. Seitdem befürchten die Behörden, die Epidemie könnte sich auch in den Lagern der Hauptstadt breitmachen, in denen immer noch zehntausende Erdbebenopfer leben. Die Krankheit ist hochansteckend. Sie verbreitet sich vor allem über Wasser und Nahrung und verursacht heftigen Durchfall und Erbrechen. Werden die Betroffenen nicht rasch behandelt und rehydriert, kann die Krankheit innerhalb kurzer Zeit zum Tode führen.









