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Zuletzt aktualisiert: 07.03.2010 um 21:27 UhrKommentare

650.000 Menschen haben noch immer keine Bleibe

Acht Wochen nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti hat erst die Hälfte der 1,3 Millionen Obdachlosen Zuflucht in einer Notunterkunft gefunden.

Foto © APA

Mehr als 650.000 Menschen seien jedoch nach wie vor ohne Obdach, teilte der zuständige Koordinator des Roten Kreuzes, Gregg McDonald, am Sonntag in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince mit.

"Der Bedarf ist noch immer riesig", sagte McDonald. "Wir alle arbeiten so gut wir können, um denjenigen, die darauf angewiesen sind, so schnell wie möglich ein Obdach zu verschaffen." Die Zeit drängt, da im Mai in der Karibik die Regenzeit beginnt.

"Beachtliche Leistung"

Bereits jetzt für so viele Menschen Notunterkünfte bereit gestellt zu haben sei eine beachtliche Leistung, sagte McDonald. "Trotz dieses Erfolges ist uns aber klar, dass wir noch viele tausend Menschen erreichen müssen."

Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften hofft, bis zum 1. April zwei Drittel der obdachlos gewordenen Erdbebenopfer in Notunterkünfte untergebracht zu haben. Bis zum 1. Mai sollen alle 1,3 Millionen Betroffenen ein behelfsmäßiges Obdach erhalten haben, um vor der einsetzenden Regenzeit geschützt zu sein.


Fakten

Das Beben im Karibik-Staat Haiti hatte eine Stärke von 7,0 nach Richter und war das schwerste Beben seit 200 Jahren. Das Epizentrum lag rund 22 Kilometer westlich der Hauptstadt Port-au-Prince. Nun ist die Insel, die nach dem Beben von Seuchengefahr bedroht war, vom Ausbruch der Cholera gebeutelt.

 

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Haiti

Haiti ist ein den "Großen Antillen" zugehöriger Inselstaat. Er umfasst den westlichen Teil der Karibik-insel Hispaniola, deren Ostteil die Dominikanische Republik einnimmt. Der Landesname kommt aus der Sprache der Ureinwohner Hispaniolas, und bedeutet "bergiges Land". Die heutigen etwa 8,5 Millionen Einwohner Haitis sind größtenteils afrikanischer Abstammung. Hauptstadt des Landes ist Port-au-Prince (1,3 Millionen Einwohner).

 

Hilfe für die Opfer

Foto:AP


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