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  • 02. Oktober 2014 00:31 Uhr | Als Startseite
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    Zuletzt aktualisiert: 23.01.2010 um 07:56 UhrKommentare

    "Haiti kann es schaffen"

    Das Studio dunkel, kaum Techniker, schlichte Kleidung. Nur ein, zwei Musiker und ein Gospelchor, gar kein Publikum - so treten Weltstars normalerweise nicht auf. Für die Erdbebenopfer von Haiti taten es jetzt gleich ein paar Dutzend.

    Kid Rock und Sheryl Crow beim Haiti Benefizkonzert

    Foto © APKid Rock und Sheryl Crow beim Haiti Benefizkonzert

    Madonna und Stevie Wonder, Justin Timberlake und Christina Aguilera, Kid Rock und viele andere traten am Freitagabend (Ortszeit) in New York, Los Angeles und London auf, um Geld für die Millionen Opfer der Naturkatastrophe zu sammeln. Mehrere Millionen Dollar kamen zusammen.

    "Wer das Beben überlebt hat, ist noch nicht gerettet", sagte Clooney, einer der Moderatoren des Abends. "Es gibt auf Haiti viele Gefahren, eine der größten ist einfach nur Wasser, weil es oft nicht sauber ist." Tom Hanks und Brad Pitt schilderten die Schicksale von Überlebenden und beschrieben ihre Not. Währenddessen saßen Stars wie Mel Gibson, Meg Ryan, Reese Witherspoon, Cindy Crawford, Pierce Brosnan, Steven Spielberg, Jack Nicholson und Dutzende andere an den Telefonen und nahmen Spendenzusagen entgegen. Zudem konnte über das Internet oder SMS gespendet werden.

    Weltweit und allein in den USA gleich auf fast 30 Kanälen wurde übertragen, wie Bruce Springsteen zu Beginn der Gala "We shall overcome" (Wir werden es schaffen) sang. Begleitet wurde er nur von seiner Gitarre und einem einzelnen Musiker. Stevie Wonder sang mit einem Gospelchor, Shakira mit nur kleiner Besetzung. Alle Beiträge wurden aus den drei Städten live übertragen, das fehlende Publikum machte die Stimmung noch ernster. Zwischendurch berichtete CNN-Chefreporter Anderson Cooper live aus Haiti: "Das beeindruckendste ist, dass die Menschen trotz all des Leids ihren Mut nicht verloren haben."

    Auftritt Bill Clinton

    Bevor Madonna "Like a prayer" sang, nur mit einem einzelnen Gitarristen und einem Gospelchor, trat ein Mann im grauen Anzug auf. "Mein Name ist Bill Clinton und ich bin Gesandter der Vereinten Nationen für Haiti", sagte er. Vor 35 Jahren habe er seine Hochzeitsreise nach Haiti gemacht. "Und wir waren sofort gefangen von diesem Land, seiner Schönheit, seiner Kultur; vor allem aber von seinen Menschen und ihrer Lebensfreude." Dann lächelt der Ex-US-Präsident: "Vor dem Beben dachte ich: Haiti kann es schaffen. Jetzt, ich sage es Ihnen ehrlich, glaube ich es erst recht."

    Wie Clinton war auch Wyclef Jean vergangene Woche in Haiti. Der Musiker (The Fugees) stammt aus dem bitterarmen Land und hat dort noch Familie und Freunde. "Ich war da", sagte der 37-Jährige. "Ich habe versucht, meine Freunde aus dem Beton auszugraben. Viele musste ich zum Friedhof tragen." Jetzt drohe mit Hunger und Krankheiten die zweite Welle der Katastrophe. "Aber was immer kommt: Wir werden uns aus der Asche erheben."

    Chris Melzer/dpa

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      Fakten

      Das Beben im Karibik-Staat Haiti hatte eine Stärke von 7,0 nach Richter und war das schwerste Beben seit 200 Jahren. Das Epizentrum lag rund 22 Kilometer westlich der Hauptstadt Port-au-Prince. Nun ist die Insel, die nach dem Beben von Seuchengefahr bedroht war, vom Ausbruch der Cholera gebeutelt.

       

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      Haiti

      Haiti ist ein den "Großen Antillen" zugehöriger Inselstaat. Er umfasst den westlichen Teil der Karibik-insel Hispaniola, deren Ostteil die Dominikanische Republik einnimmt. Der Landesname kommt aus der Sprache der Ureinwohner Hispaniolas, und bedeutet "bergiges Land". Die heutigen etwa 8,5 Millionen Einwohner Haitis sind größtenteils afrikanischer Abstammung. Hauptstadt des Landes ist Port-au-Prince (1,3 Millionen Einwohner).

       

      Hilfe für die Opfer

      Foto:AP


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