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Zuletzt aktualisiert: 16.01.2010 um 18:58 UhrKommentare

UNO: "Die bisher schlimmste Katastropher"

Das Erdbeben in Haiti ist nach UN-Angaben die schlimmste Katastrophe, mit der die Vereinten Nationen jemals zu tun hatten. Zugleich stellt Haiti eine der größten Hilfsaktionen in der US-Geschichte dar.

Foto © Reuters

Diese Einschätzung traf die Sprecherin des Büros zur Koordinierung humanitärer Einsätze, Elisabeth Byrs, am Samstag in Genf. Die Sprecherin begründete dies damit, dass durch das Beben die örtlichen Strukturen in dem Karibikstaat zusammengebrochen seien.

Haiti ist eine der größten Hilfsaktionen in der US-Geschichte

Die USA haben nach den Worten ihres Präsidenten Barack Obama eine der "größten Hilfsaktionen" ihrer Geschichte für das Katastrophengebiet in Haiti gestartet. Die Verteilung von Hilfsgütern stelle eine "enorme Herausforderung" für die Rettungskräfte dar, sagte Obama am Samstag im Weißen Haus. Die Hilfeleistungen für den von einem schweren Erdbeben verwüsteten Karibikstaat müssten "Monate und Jahre" laufen.

Obama äußerte sich nach einem Gespräch mit seinen Amtsvorgängern George W. Bush und Bill Clinton, die er mit dem Eintreiben von Spenden für Haiti beauftragt hat. Clinton, der zugleich UN-Sonderbeauftragter für Haiti ist, und Bush junior hätten die Leitung der "Clinton-Bush-Stiftung für Haiti" angenommen, sagte Obama.

Starkes Nachbeben

Die haitianische Hauptstadt Port-au-Prince ist am Samstag von einem starken Nachbeben erschüttert worden. Zahlreiche Menschen liefen in Panik aus den Häusern. Die Rettungsarbeiten für die Opfer der Erdbebenkatastrophe vom Dienstag mussten kurzzeitig unterbrochen werden. Das Nachbeben hatte nach Angaben des Geologischen Dienstes der USA eine Stärke von 4,5.

APA/Franz Smets/dpa

Fakten

Bei dem Erdbeben sind in der 134.000-Einwohner-Stadt Leogane bis zu 90 Prozent der Häuser zerstört worden. Das Gebiet um die Stadt westlich von Port-au-Prince sei am stärksten von dem Erdbeben betroffen, sagte die Sprecherin des UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten, Elisabeth Byrs, am Samstag in Genf. Die meisten Toten lägen immer noch unter den Trümmern der eingestürzten Häuser.

Fakten

Das Beben im Karibik-Staat Haiti hatte eine Stärke von 7,0 nach Richter und war das schwerste Beben seit 200 Jahren. Das Epizentrum lag rund 22 Kilometer westlich der Hauptstadt Port-au-Prince. Nun ist die Insel, die nach dem Beben von Seuchengefahr bedroht war, vom Ausbruch der Cholera gebeutelt.

 

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Haiti

Haiti ist ein den "Großen Antillen" zugehöriger Inselstaat. Er umfasst den westlichen Teil der Karibik-insel Hispaniola, deren Ostteil die Dominikanische Republik einnimmt. Der Landesname kommt aus der Sprache der Ureinwohner Hispaniolas, und bedeutet "bergiges Land". Die heutigen etwa 8,5 Millionen Einwohner Haitis sind größtenteils afrikanischer Abstammung. Hauptstadt des Landes ist Port-au-Prince (1,3 Millionen Einwohner).

 

Hilfe für die Opfer

Foto:AP


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