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Zuletzt aktualisiert: 13.01.2010 um 18:55 UhrKommentare

US-Präsident Obama und EU sagen rasche Hilfe für Haiti zu

Nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti hat US-Präsident Barack Obama dem verarmten Land rasche Hilfe zugesagt. Die Unterstützung für Haiti sei unbeirrbar, sagte Obama am Mittwoch in Washington. Auch EU-Minister versprechen Hilfe.

Verwundeter auf Haiti

Foto © ReutersVerwundeter auf Haiti

Er habe die Regierung angewiesen, dem Land schnell und koordiniert zu helfen, um Menschenleben zu retten, sagte Obama in Washington. Auch internationale Anstrengungen seien erforderlich.

Das ärmste Land Amerikas war am Dienstagabend von einem Erdbeben der Stärke 7,0 heimgesucht worden. Nach Angaben der Geologischen Gesellschaft der USA war es das schwerste Beben in dem Karibikstaat seit über 200 Jahren. Mittlerweile ist internationale Hilfe für das verelendete Land angelaufen. Deutschland stellte als Soforthilfe 1,5 Millionen Euro bereit.

Haitis Präsident Rene Preval geht von Tausenden Toten aus. In der Hauptstadt Port-au-Prince spielten sich unvorstellbare Szenen ab, sagte Preval der US-Zeitung "Miami Herald". Zahlreiche Gebäude, darunter das Parlament, Schulen und Krankenhäuser seien eingestürzt.

Auch EU-Minister versprechen Hilfe

Die europäischen EU-Minister haben den Opfern des Erdbebens auf Haiti sofortige Hilfe zugesagt. Die EU werde den Erdbebenopfern auf schnellst möglichen Wege Hilfe zukommen lassen. Das erklärte am Donnerstag Spaniens EU-Staatssekretär Diego Lopez Garrido im Namen der EU-Minister, die sich zu einem zweitägigen Ministertreffen im spanischem La Granja bei Segovia befinden.

Die spanische EU-Ratspräsidentschaft habe bereits mit der EU-Kommission sowie mit der neuen EU-Außenministerin Catherine Ashton Kontakt aufgenommen, um Hilfsaktionen ins Laufen zu bringen, teilte auch Spaniens Außenminister Miguel Angel Moratinos während des EU-Ministertreffens mit.

Moratinos bestätigte, dass noch am Mittwoch aus Brüssel ein Expertenteam nach Haiti fliegen wird, um die Situation abschätzen zu können. Unterdessen ist die Lage in Haiti noch immer verworren. Die Regierung des Landes habe die internationale Gemeinschaft bisher noch nicht offiziell um Hilfe gebeten, weil selbst eine grobe Schätzung der Opferzahl und des Ausmaßes der Schäden unter den derzeitigen Umständen nicht möglich sei. Spanien stellt sich zur Koordinierung der Hilfsaktionen zur Verfügung. Das Land hat am 1. Jänner für ein halbes Jahr die EU-Ratspräsidentschaft inne.


Fakten

Das Beben im Karibik-Staat Haiti hatte eine Stärke von 7,0 nach Richter und war das schwerste Beben seit 200 Jahren. Das Epizentrum lag rund 22 Kilometer westlich der Hauptstadt Port-au-Prince. Nun ist die Insel, die nach dem Beben von Seuchengefahr bedroht war, vom Ausbruch der Cholera gebeutelt.

 

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Haiti

Haiti ist ein den "Großen Antillen" zugehöriger Inselstaat. Er umfasst den westlichen Teil der Karibik-insel Hispaniola, deren Ostteil die Dominikanische Republik einnimmt. Der Landesname kommt aus der Sprache der Ureinwohner Hispaniolas, und bedeutet "bergiges Land". Die heutigen etwa 8,5 Millionen Einwohner Haitis sind größtenteils afrikanischer Abstammung. Hauptstadt des Landes ist Port-au-Prince (1,3 Millionen Einwohner).

 

Hilfe für die Opfer

Foto:AP


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