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Zuletzt aktualisiert: 21.02.2008 um 14:27 Uhr

Grüne wollen Geländewagen aus den Ballungszentren verbannen

Die Grünen bezeichen Geländewagen als Spritfresser und gefährlich für Fußgänger und Radfahrer. Zusätzlich seien veraltete "Stinker-Lkws" an den zahlreichen Grenzwertüberschreitungen bei den Feinstaubwerten verantwortlich.

Foto © APA

Geländewagen - sogenannte SUV (Sport Utility Vehicle) - sollen aus Städten und dicht bebauten Ortszentren verbannt werden, wenn es nach den Grünen geht: Sie seien nicht nur Spritfresser mit einem enorm hohen Ausstoß an Treibhausgasen, sondern auch ein Sicherheitsrisiko für Kinder, Fußgänger und Radfahrer, meinten die stellvertretende Klubobfrau Eva Glawischnig und Madeleine Petrovic, Spitzenkandidatin bei der NÖ-Wahl, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien.

Reduktion von "Statussymbol-Autos". "Diese Försterautos haben in Städten und Orten im Flachland nichts verloren", so Glawischnig. "Wir wollen keine Total-Ächtung der Pkw", sagte Petrovic. Die Grünen würden lediglich eine Reduktion von Fahrzeugen mit Statussymbol verlangen, die nicht für den städtischen Verkehr gedacht sind. Das Verbot würde dann aber auch dazu führen, dass Förster aus dem Umland ihren SUV am Stadtrand abstellen müssen. "Er kann dann gerne die U-Bahn benutzen, so wie es viele Wiener tun", sagte Glawischnig.

In London Einfahrt für SUV teurer. Mit einem Verbot wolle man nach Vorbild anderer Städte wie Florenz, Paris oder London folgen. In London etwa ist die Einfahrt ins Zentrum für SUV seit kurzem wesentlich teurer als für konventionelle Pkw. In italienischen Städten ist die Einfahrt für Fahrzeuge ab einem bestimmten Felgendurchmesser gar nicht erlaubt. So will man auch in Österreich mit einem bundesweiten Verbot der SUV in Ballungszentren folgen.

Verbot rechtlich abgedeckt. Das Verbot wäre rechtlich abgedeckt, sagte Petrovic. Die StVO lasse dauernde oder zeitweise Maß- und Gewichtsbeschränkungen bei Kfz zu, wenn u.a. Verkehrssicherheit oder die Sicherheit der Personen dies erfordern bzw. eine Belästigung wie durch Schadstoffe in diesem Gebiet gegeben sei.

Absatz von Geländewagen hat sich verdoppelt. Der Absatz von SUV und Geländewagen hat sich nach Angaben der Grünen in Österreich seit 2001 mehr als verdoppelt. Derzeit seien über 200.0000 derartige Fahrzeuge unterwegs. Die Absatzzahlen steigen weiter, pro Jahr werden bereits mehr als 30.000 zugelassen. Niederösterreich liegt nach Angaben der Grünen bei den jährlichen Zulassungen von SUV an zweiter Stelle hinter Wien. "SUV bringen enorme Nachteile für Klima, Umwelt und Verkehrssicherheit. Bundes- und Landesregierung sehen tatenlos zu, wie Benzinfresser unseren Lebensraum belasten", meinte Petrovic. "Bund und Land müssen StVO und das Feinstaubgesetz IG-Luft nutzen, um SUV aus Städten und Ortszentren zu vertreiben".


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