Wegscheider im Interview: "Studie rüttelt uns wach"
Umweltlandesrat Manfred Wegscheider von der SPÖ im Interview:

Foto © APAManfred Wegscheider
Herr Landesrat, die Wiener Studie zum Thema Feinstaub, Erkrankungen und Sterberate müsste Sie alarmieren. Was werden Sie tun?
MANFRED WEGSCHEIDER: Die Studie rüttelt uns wieder wach. Wir tun aber bereits etwas, wir haben mehr als 1200 Fernwärme- und Gasanschlüsse in den Feinstaubsanierungsgebieten gefördert und 30.000 Fahrzeuge mit Partikelfilter nachgerüstet. Der Verkehr ist heuer aus der Verordnung herausgenommen, doch gibt es die Zusage von Verkehrsminister Faymann, dass mit Dezember die Überkopfanzeigen auf den Autobahnen im Großraum Graz stehen. Dann kann das Tempo im Anlassfall auf 100 km/h reduziert werden.
Deutsche Städte führen so genannte Umweltzonen ein. Was halten Sie davon?
WEGSCHEIDER: Ich werde mich dafür auch bei uns stark machen. Stadt und Land können das ohne den Bund aber nicht machen, wir brauchen eine Novellierung der Straßenverkehrsordnung und des Immissionsschutzgesetzes Luft. Ein Beschlussantrag der Umweltreferenten der Bundesländer liegt seit 23. März 2007 bei Umweltminister Pröll, wir warten auf die Antwort.
Soll es in Graz eine Umweltzone geben, in die dann nur Autos mit einer entsprechenden Plakette fahren dürfen?
WEGSCHEIDER: Ich bin dafür, das wäre nicht gegen die Wirtschaft gerichtet. Der Wirtschaft schadet eher der jetzige Zustand.
Sollte die Umweltzone das ganze Jahr über gelten?
WEGSCHEIDER: Für solche Details ist es noch zu früh. Wir müssen uns die internationalen Beispiele jetzt genau ansehen.







