Landesrat Hirt im Interview: "Ganzjährig beim Verkehr was tun"
Gesundheitslandesrat Helmut Hirt von der SPÖ im Interview mit Claudia Gigler.

Foto © APAHelmut Hirt
Die Grünen werfen Ihnen vor, dass Sie damit gezögert haben, die Daten zu veröffentlichen. Wie relevant ist für Sie das Ergebnis der Studie?
HELMUT HIRT: Wir haben Handlungsbedarf. Es ist das erste Mal, das wir für Graz konkrete Daten haben, und konkrete Aussagen. Klar ist aber auch, dass es nicht neu ist, dass die Feinstaubbelastung gesundheitsschädlich ist, und dass es uns da nicht anders geht als Wien oder Linz oder auch anderen Städten in der EU. Nicht umsonst haben die ja die Feinstaub-Grenzwerte gesenkt.
Welchen neuerlichen Handlungsbedarf sehen Sie denn jetzt konkret?
Zum Thema
HIRT: Interessant ist, dass das Problem nicht nur als saisonale Angelegenheit zu betrachten ist, sondern dass die Feinstaub-Anstiege im Sommer genauso fatal sind wie die im Winter. Wir werden im Verkehrsbereich nicht um ganzjährige Maßnahmen herumkommen. Mein Regierungskollege Manfred Wegscheider ist da ganz richtig gelegen, das untermauert die Studie.
Werden Sie die Ergebnisse der Studie veröffentlichen, wie von den Grünen und von der ARGE Luft-Lärm gefordert?
HIRT: Ja, ich wollte nur sicher gehen, dass die Ergebnisse halten bzw. dass wir sie nicht falsch interpretieren. Wir haben sie seit Mitte Dezember auf dem Tisch und mehrere Gespräche mit dem Studienautor gehabt über die Details. Ich hoffe, dass wir die Daten noch diese Woche ins Internet stellen können, sobald ich ihn für ein abschließendes Gespräch erreicht habe.





