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    Feinstaub: "Fühlen uns bedroht" Wind verbläst den Feinstaub Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Feinstaub Nächster Artikel Feinstaub: "Fühlen uns bedroht" Wind verbläst den Feinstaub
    Zuletzt aktualisiert: 06.03.2007 um 12:48 Uhr

    Maßnahmenpaket gegen Feinstaub in Klagenfurt

    Eindämmung des Individualverkehrs und Fernwärmeanschlüsse. Umwelt-Stadträtin Mathiaschitz: "Umstrittene Sperre der Burggasse bleibt."

    Foto © APA/dpa

    Die Feinstaubemission in Klagenfurt muss drastisch reduziert werden, und zwar von zuletzt 80 auf wenigstens 30 Tage mit Grenzwertüberschreitungen. Die Umweltabteilung hat dazu ein Maßnahmenpaket ausgearbeitet, das rund fünf Millionen Euro im Jahr kosten soll. Basis dafür war ein EU-Projekt in Zusammenarbeit mit der Universität Graz. Zu den geplanten Maßnahmen gehört auch die Aufrechterhaltung der umstrittenen Sperre der Burggasse entlang des Neuen Platzes.

    Computersimulation. "Wir haben den Ist-Zustand erhoben und die Wirkung von Maßnahmen mit einem einzigartigen Computermodell simuliert", erklärte Stadträtin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Da diese Simulation Neuland sei, habe man im Jahr 2005 die errechneten Daten mit Messwerten verglichen, sagte Wolfgang Hafner, Leiter der Umweltabteilung. Die Ergebnisse hätten übereingestimmt, daher könne man davon ausgehen, dass auch alle anderen Werte der Computer-Simulation aussagekräftig seien.

    Aufgewirbelt. So hat man festgestellt, dass rund 38 Prozent der Feinstaubbelastung auf die Wiederaufwirbelung des Abriebs zurückzuführen sind, neun Prozent kommen aus den Abgasen von Dieselfahrzeugen. Damit sei der Verkehr in Summe zu rund 50 Prozent Verursacher dieser Belastung, erläuterte Hafner die Ergebnisse. Der Hausbrand ist zu neun Prozent Schuld an der Luftverschmutzung mit Feinstaub, Industrie und Gewerbe haben hier nur einen Anteil von drei Prozent. Punktuell gibt es allerdings hohe Feinstaub-Belastungen durch veraltete Heizungen.

    Positive Feinstaubkleber. Mit dem Computermodell habe man ganz klar errechnen können, dass der "Feinstaubkleber" ausgezeichnete Resultate bringe, nämlich einen Rückgang von 11,8 Tagen bei den Grenzwertüberschreitungen, sagte Hafner. Das Aussperren des Durchzugsverkehrs aus der Innenstadt habe eine Reduktion der Feinstaubüberschreitungen von 8,8 Tagen zur Folge. Noch wichtiger in diesem Zusammenhang beurteilt er aber die drastische Reduktion der Stickoxide. "Wenn wir das Fahrverbot wieder aufheben, kommt spätestens in zwei Jahren die Sperre durch den Landeshauptmann auf Grund der Belastung durch Stickoxide", sagte Mathiaschitz.

    Maßnahmenpaket. Neben der Aufrechterhaltung der Sperre schlägt die Umweltabteilung folgende Maßnahmen vor: Weiterer Einsatz des "Feinstaubklebers" in belasteten Gebieten, den Anschluss der städtischen Wohnungen an das Fernwärmenetz, die Nachrüstung der Busflotte mit Partikelfiltern, den Ausbau des Park & Ride Angebots zur Eindämmung des Individualverkehrs. Die Umsetzung des Fernwärmekonzepts soll allein ein Minus von rund zwölf Tagen an Grenzwertüberschreitungen bringen. 18 Tage weniger an erhöhter Feinstaubbelastung wurde für die Umrüstung des Fuhrparks errechnet.


    Versuchsgebiet

    Der Feinstaubkleber wird in Klagenfurt innerhalb des Ringes, weiters vom St. Veiter Ring ab St. Veiter Straße, am Völkermarkter Ring und vom Viktringer Ring bis zur Bahnhofstraße gestreut

    Feinstaub

    Laut Umweltbundesamt führt Feinstaub zu Beeinträchtigungen der Lungenfunktion sowie zu Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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      Laut EU-Recht darf nur an 35 Tagen im Jahr die Tageshöchstgrenze von 50 Mikrogramm Feinstaub (PM10) pro Kubikmeter überschritten werden.

       




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