1,40 Euro pro halber Stunde in der Blauen Zone
Gebühren im ganzen Stadtgebiet: Statt der Umweltzone will die Grazer SPÖ die auswärtigen Autofahrer beim Parken stärker zur Kasse bitten. Sogar eine Einfahrtgebühr hält SP-Chefin Schröck in weiterer Folge für denkbar.

Foto © SPÖ GrazSP-Chefin Schröck präsentierte ihr "FAIRKEHRskonzept": Pendler sollen fürs Parken mehr zahlen
Nicht die Grazer einschränken, sondern den stadtfremden Verkehr reduzieren. Das will die Grazer SPÖ mit ihrem "FAIRKEHRskonzept", das die Vorsitzende Martina Schröck am Mittwoch gemeinsam mit SP-Gesundheitsstadtrat Michael Grossmann präsentierte. Demnach sollen Autofahrer von auswärts in der Blauen Zone 1,40 Euro pro halber Stunde zahlen, während das für die Grazer weiter 60 Cent kosten soll.
"Graz ist inklusive der Zweitwohnungsbesitzer Lebensraum für rund 300.000 Menschen und kein Großparkplatz", lässt die SPÖ-Chefin keinen Zweifel daran, dass sie bei der Verbesserung der Grazer Luft vor allem die Autofahrer von draußen im Visier hat. Sogar eine Einfahrtgebühr hält sie in weiterer Folge für denkbar. Die Umweltzone lehne man ab, weil man damit nur einige Tausend Grazer treffen würde, die ihre Autos verschrotten lassen müssten. Außerdem würde die Umweltzone kaum eine Verbesserung bringen.
Im FAIRKEHRskonzept der SPÖ wird Graz in fünf ringförmige Zonen eingeteilt (siehe Tafel oben). Die Innenstadt will Schröck so weit wie möglich verkehrsfrei machen und Fußgängerzonen ausweiten. Und nur Bewohner und die Wirtschaft zwecks Ladetätigkeit zufahren lassen. Dann folgt der Kernraum, in etwa die derzeitige Blaue Zone, wo Auswärtige dann 1,40 Euro für die halbe Stunde Parken zahlen sollen. Dann folgt nach außen der Zentralraum, er entspricht etwa der jetzigen Grünen Zone, mit einer Parkgebühr von 80 Cent für Pendler (40 Cent Grazer). Und noch weiter draußen, wo es noch keine Zonen gibt, denkt man an 40 Cent pro halber Stunde - nur für Auswärtige. Grazer parken dort weiterhin kostenlos.







