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  • 20. Oktober 2014 20:03 Uhr | Als Startseite
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    Ex-Landesrat begehrt gegen Feinstaubzone auf "Beim Feinstaub wird es keine Ausnahmen geben" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Feinstaub Nächster Artikel Ex-Landesrat begehrt gegen Feinstaubzone auf "Beim Feinstaub wird es keine Ausnahmen geben"
    Zuletzt aktualisiert: 25.04.2012 um 17:00 UhrKommentare

    Berlakovich gibt Nagl Schützenhilfe

    Umweltminister begrüßt Umweltzone für Graz. Nagl kritisiert Umweltlandesrat Kurzmann, der die Zone weiter bekämpft und Bürger mit Propaganda-Mails verärgert.

    Umweltminister Nikolaus Berlakovich

    Foto © ReutersUmweltminister Nikolaus Berlakovich

    Im Kampf gegen die Gegner der geplanten Umweltzone bekam ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl gestern in Graz Unterstützung von seinem Parteikollegen Umweltminister Nikolaus Berlakovich. Die Feinstaublage sei im Raum Graz und Leibnitz dramatisch, es müsse gehandelt werden. "Die Umweltzone ist ein richtiger Schritt, darf aber nicht der einzige sein", meinte der Minister bei einem Pressegespräch mit Nagl.

    Berlakovich verwies auf 43 Umweltzonen in deutschen Städten, deren Auswirkungen natürlich unterschiedlich beurteilt würden. In Berlin etwa gab es dadurch aber immerhin zehn Tagesgrenzwert-Überschreitungen weniger. Berlakovich: "Die Umweltzone führt aber auch zu einem Umdenken in der Bevölkerung. Viele beginnen, darüber nachzudenken, wie und wann sie aufs Auto verzichten können."

    "Die akute Gesundheitsgefährdung zwingt uns zum Handeln. Und wir haben den Mut dazu. Bis Juni legen wir ein Konzept vor, über das man diskutieren kann", erklärte Bürgermeister Nagl und kritisierte Umweltlandesrat Gerhard Kurzmann (FP): "Kurzmann lädt für nächste Woche zum runden Tisch mit Bürgermeistern betroffener Gemeinden, zu dem vor allem Zonen-Gegner eingeladen sind. Ich bin gespannt, worüber dort diskutiert wird. Konzept hat er nämlich noch keines in Auftrag gegeben."

    Stattdessen mobilisiert der FPÖ-Landesrat weiter gegen die Zone. Was nicht allen Bürgern gefällt, wie eine E-Mail-Korrespondenz mit Kurzmanns Büro zeigt, die der Kleinen Zeitung vorliegt.

    Es ist das Schlusskapitel einer frustrierenden Info-Reise, die der Grazer absolviert hat. Er wollte wissen, ob er sich ein älteres Motorrad ohne Kat kaufen kann, ohne Gefahr zu laufen, es dann in Graz nicht fahren zu dürfen. Station eins: Er rief beim Umweltamt der Stadt an, wo man nicht weiterhelfen konnte und ans "Büro des Umweltlandesrates Manfred Wegscheider" verwies. Als der Grazer dort anrief, wurde er belehrt, dass Wegscheider jetzt Landtagspräsident und nun Kurzmann zuständig sei. Also schrieb er seine Frage an den FPÖ-Landesrat: Altes Motorrad kaufen - ja oder nein?

    Als Antwort kam mit Verspätung ein Mail mit Parteipropaganda und Kritik am Anschlag auf Pendler und Wirtschaftsstandort. Als einziges Service war ein Homepage-Link zur FP-Protest-Aktion vermerkt (www.neinzurumweltzone.at). Der Grazer ist verärgert: "Ein einfaches ,Wir können hier derzeit noch keine verlässliche Auskunft geben' hätte gereicht. Aber so bekam ich für meine Kaufentscheidung das E-Mail zu spät und ohne Antwort auf meine Frage. Dafür unverlangt Partei- und Personenwerbung. Bürgerservice sieht anders aus."

    HANS ANDREJ, BERND HECKE

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      Laut EU-Recht darf nur an 35 Tagen im Jahr die Tageshöchstgrenze von 50 Mikrogramm Feinstaub (PM10) pro Kubikmeter überschritten werden.

       




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