SPÖ fordert City-Maut statt einer Umweltzone
SP-Schröck: Nein zur Umweltzone, dafür mehr Fußgängerzonen und P&R-Plätze am Stadtrand. Und Autofahrer sollen für Stadteinfahrten zahlen.

Foto © APVorbild London statt Berlin? Die SPÖ will, ähnlich wie in London, eine Art City-Maut anstatt der Umweltzone
Lange hat man nichts gehört von der Grazer SPÖ, wie sie zum Vorstoß von SPÖ-Landeshauptmann Franz Voves steht, die Umweltzone einzuführen. Nun bringen sich Parteichefin Martina Schröck und Stadtrat Michael Grossmann mit einem Paukenschlag in die Debatte ein: Nein zur Umweltzone, dafür Ja zu einer Art City-Maut.
"Eine Umweltzone würde nur eine rudimentäre Luftverbesserung bringen", so Gesundheitsstadtrat Grossmann. "Und ein fetter BMW darf sehr wohl weiter Feinstaub aufwirbeln, während sozial schwache Menschen sich ein neues Auto kaufen müssten", ergänzt Schröck.
Ihre Alternative, die auch mit Voves abgesprochen sei: Park&Ride-Plätze am Stadtrand, etwa in Puntigam, Graz Nord, Steinberg. "Und wenn es diese Alternative für die Pendler gibt und jemand trotzdem in die Stadt fährt: Dann soll der oder die zahlen", fordert Schröck. City-Maut will sie das Modell zwar nicht nennen, einen anderen Namen weiß sie aber vorerst auch nicht.
Plus: Schröck will die Fußgängerzone im Zentrum erweitern. "Warum müssen in der Rauber- oder Bürgergasse Autos fahren?" Selbst die autoliebenden Italiener würden Pkw aus ihren Stadtzentren aussperren.







