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  • 25. Juli 2014 11:02 Uhr | Als Startseite
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    Die Steirer sind auf 100 Kurzmann: "Feinstaubtage teilweise sogar halbiert" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Feinstaub Nächster Artikel Die Steirer sind auf 100 Kurzmann: "Feinstaubtage teilweise sogar halbiert"
    Zuletzt aktualisiert: 09.03.2012 um 05:13 UhrKommentare

    Langer Amtsweg bremst "100er" aus

    Nach Jahren der Gewöhnung haben sich die meisten Steirer mehr oder minder damit abgefunden: Weil eine Verordnung des Landes aber ausständig ist, hat der "Feinstaub-100er" auf der A 9 eine Lücke. Das 30-seitige Stück liegt derzeit zur Prüfung beim Verfassungsdienst.

    Quelle © Filmvorschau | Foto: KLZ Digital IGL-100er nicht in Betrieb

    GRAZ. Bei hoher Feinstaubbelastung zeigen die elektronischen Überkopfanzeigen auf der A 2 und der A 9 im Großraum Graz ein Tempolimit von 100 km/h an. Umso verwunderter sind nunmehr viele Autofahrer, dass der "Feinstaub-100er" anscheinend nicht mehr überall gilt: Auf der A 9 südlich der Landeshauptstadt sind zwischen Schwarzlsee und Kalsdorf seit einigen Wochen wieder 130 Stundenkilometer erlaubt - auch wenn auf dem Rest der Strecke Graz-Leibnitz die "Feinstaub-Bremse" aktiv ist. "Was soll das für einen Sinn haben?", fragt sich ein Leser.

    Bei der Autobahngesellschaft Asfinag und beim Land Steiermark zeigt man sich zunächst verwundert. Der Autofahrer müsse sich geirrt haben, so die erste Reaktion. Bis sich die Kleine Zeitung selbst ein Bild machte. Und tatsächlich: Fährt man an einem Feinstaubtag auf der A 9 südwärts, gelten zunächst 100 km/h. An der Ausfahrt Schwarzlsee allerdings hebt die elektronische Überkopfanzeige das Tempolimit auf, bis es gut drei Kilometer weiter in Kalsdorf wieder beginnt.

    Mit den Fakten konfrontiert, räumt man bei der Asfinag ein: "Inzwischen haben wir auch festgestellt, dass das Tempolimit dort nicht aktiv ist." Grund ist kein technisches Problem, sondern eine fehlende Verordnung des Landes.

    Verfassungsdienst prüft

    Im betroffenen Autobahnabschnitt galt ursprünglich ein dauerhaftes 100-km/h-Limit, das Ende des Vormonats endgültig aufgehoben wurde. Die Blechschilder wurden entfernt, die Asfinag installierte stattdessen eine zusätzliche elektronische Überkopfanzeige. Damit diese nun aber den "Feinstaub-100er" anzeigen darf, ist eine eigene Verordnung des Landes Steiermark nach dem Immissionsschutzgesetz-Luft (IG-L) nötig. Und die lässt auf sich warten. Das 30-seitige Stück liegt derzeit zur Prüfung beim Verfassungsdienst. "Das ist nötig, weil wir ganz sicher gehen wollen, dass die Verordnung rechtlich hält", sagt Gerhard Rupp von der Fachabteilung 13 a. Am 15. März sollte es nach derzeitigem Stand so weit sein. Dann gilt auch zwischen Schwarzlsee und Kalsdorf an Feinstaubtagen: Weg vom Gas!

    GÜNTER PILCH

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