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    Ex-Landesrat begehrt gegen Feinstaubzone auf "Beim Feinstaub wird es keine Ausnahmen geben" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Feinstaub Nächster Artikel Ex-Landesrat begehrt gegen Feinstaubzone auf "Beim Feinstaub wird es keine Ausnahmen geben"
    Zuletzt aktualisiert: 15.12.2011 um 21:33 UhrKommentare

    Feinstaub: Einem Grazer reicht's

    Nikolaus Reinberg will nicht länger zusehen: Der zweifache Vater ruft in Flugblättern zum Autoverzicht auf - notfalls will er gar in seinem Umfeld zur Bimkarte dazuzahlen.

    Nikolaus Reinberg

    Foto © FuchsNikolaus Reinberg

    Die Anrede "Liebe Eltern" ist ja noch vertraut - die folgenden Zeilen jedoch lassen ebendiese Eltern große Augen machen: Denn in einem Kindergarten in Mariatrost wird derzeit via Flugblatt zum Verzicht aufs Autofahren aufgerufen. Wegen der Feinstaubbelastung möge man doch bitte öfter auf Öffis umsteigen - notfalls zahle er auch dazu, meint der Verfasser.

    Dieser heißt Nikolaus Reinberg, ist zweifacher Vater - und die Debatten um die Geißel Feinstaub leid. "Wir müssen etwas unternehmen. Jeder Einzelne", betont der 35-jährige Grazer. Er verweist auf "fehlende politische Maßnahmen", die Menschen krank machen: "Besonders Kinder sind ja gefährdet. Letztes Jahr hatten auch meine beiden Kinder in der Feinstaubzeit laufend Atemwegsbeschwerden."

    Daher griff Reinberg ("Meine Lebensgefährtin hat ein Auto, für Fahrten in der Stadt benützen wir es aber nicht") bereits 2010 in die Tasten seines Computers. "Den Aufruf hab' ich dann bei mir in der Siedlung in Mariatrost aufgehängt." Heuer ging er einen Schritt weiter: Er brachte das Flugblatt auch in den Kindergarten seines Ältesten mit - um folgenden Passus erweitert: "Falls wer zu wenig Geld hat, das Auto an Tagen mit extrem hoher Feinstaubbelastung in Mariatrost stehen zu lassen und mit der Straßenbahn weiterzufahren, stelle ich gern das Geld für Parken und Straßenbahn zur Verfügung."

    "Das gilt aber bitte nur für die Leute in meiner Nachbarschaft. Nicht, dass jetzt alle Leser der Kleinen Zeitung kommen", lacht Reinberg. Aber ja, es sei ihm ernst. Weil er zum Umsteigen und Nachdenken anregen wolle.

    Deshalb betone er auch bewusst provokant: "Wenn es immer heißt, dass Autos nicht allein für Feinstaub verantwortlich sind, stimme ich zu. Autos sind auch noch für Lärm und Tausende Unfallopfer verantwortlich."

    MICHAEL SARIA, THOMAS WIESER

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