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    Zuletzt aktualisiert: 22.03.2008 um 20:12 Uhr

    Erste Umweltzone Österreichs für Graz geplant

    Wegen des Feinstaubes will der steirische Umweltlandesrat das deutsche Modell auf Graz übertragen. Nur saubere Autos dürfen dann in die Stadt.

    Foto © AP

    Hannover zählte mit Köln und Berlin zu den ersten deutschen Städten, die mit Jänner eine Umweltzone einführten. Jetzt kleben auf den meisten Fahrzeugen in der Stadt, in der 520.000 Menschen leben, rote, gelbe oder grüne Plaketten.

    Gültigkeit. Ohne sie darf man in die Zone nicht einfahren. Sie gilt das ganze Jahr. Die Farbe sagt aus, in welche Abgasklasse das Fahrzeug fällt. Grün heißt sauber, Rot ist bedenklich, Gelb liegt in der Mitte - wie bei der Ampel (siehe Infobox). Für heuer ist die Zone, die sich fast über die ganze Stadt erstreckt, noch für Autos mit roter Plakette offen, bereits 2009 aber haben sie Fahrverbot; da ist Hannover strenger als Berlin und Köln. Bis 2010 müssen 100.000 der rund 600.000 Autos in der Stadt umgerüstet oder aus dem Verkehr gezogen werden.

    Strafen. Dafür ist Hannover bei den Strafen kulant. Verstöße könnte die Polizei mit 40 Euro ahnden, hätte die Stadt nicht in allerletzter Minute eine viermonatige Frist eingeräumt: Im Dezember nämlich gaben sich viele Hannoveraner noch uninformiert. Apropos zahlen: Die Umweltzone ist keine City-Maut, wie der zuständige Stadtrat Hans Mönninghoff versichert. Die Plakette kostet 5,40 Euro, das ist der Verwaltungsaufwand. Die Zone ist nur eine von elf Maßnahmen gegen den Feinstaub.

    Ab Dezember in Graz? Das Projekt hat es nach einem Lokalaugenschein dem steirischen Umweltlandesrat Manfred Wegscheider (SP) angetan: Er will es ab Dezember für Graz als erste Stadt in Österreich realisieren, vorausgesetzt, dass der Bund den gesetzlichen Rahmen schafft und die Stadt mitmacht.

    Arbeitsgruppe. Das Land hat bereits eine Arbeitsgruppe eingesetzt, in ihr sitzt auch Peter Schurl, Vorsitzender des Unabhängigen Verwaltungssenates. Pikant ist dies deshalb, da der UVS die Tempolimits im Winter 2007 aufgehoben hatte, da sie nicht gesetzeskonform ausgeschildert waren. "Das darf uns kein zweites Mal passieren", erklärt der Landesrat.

    Keine Dauereinrichtung. Die Umweltzone würde fast ganz Graz betreffen, eigene Plaketten wären nicht notwendig: "Das könnte mit dem Prüfpickerl kombiniert werden." In Deutschland werden bis Herbst 20 Städte Umweltzonen haben. Nicht als Dauereinrichtung: Sind alte Abgasschleudern aus dem Straßenbild verschwunden, soll die Zone in Hannover wieder aufgehoben werden.

    HANNES GAISCH, HANNOVER

    Fakten

    Rote Plakette: Für ältere Dieselautos, die nur der Abgasklasse Euro II entsprechen. Sie dürfen in Hannover ab 2009 nicht mehr fahren.

    Gelbe Plakette: Für Dieselfahrzeuge, die in die Abgasklasse Euro III fallen. Fahrverbot in der Umweltzone ab 2010.

    Grüne Plakette: Neuere Dieselautos der Klassen Euro IV und V sowie alle Benziner mit Katalysator haben freie Fahrt.

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      EU-Feinstaubgrenze

      Laut EU-Recht darf nur an 35 Tagen im Jahr die Tageshöchstgrenze von 50 Mikrogramm Feinstaub (PM10) pro Kubikmeter überschritten werden.

       




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