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Kumpel-Bergung: Chile ehrt steirische Helfer Gerettete Kumpel kommen nach Hause Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Chile Nächster Artikel Kumpel-Bergung: Chile ehrt steirische Helfer Gerettete Kumpel kommen nach Hause
Zuletzt aktualisiert: 02.09.2010 um 13:55 UhrKommentare

Verschüttete Kumpel bekamen erste warme Mahlzeit

Einen Monat nach dem Einsturz ihrer Mine haben die 33 verschütteten Bergarbeiter in Chile ihre erste warme Mahlzeit erhalten. Die Rettungskräfte ließen ihnen Buletten mit Reis und zum Nachtisch Kiwis hinunter.

Foto © APA

Um für die Kumpel so etwas wie Alltag unter Tage zu schaffen, wollen die Helfer nach Angaben von Gesundheitsminister Manalich mit Hilfe von Lampen Tag- und Nachtverhältnisse simulieren.

Damit die Bergarbeiter wieder ein Gefühl für Tag und Nacht bekommen, sollen auf Anraten der vier NASA-Experten vor Ort Energiegeräte und Lampen in die Gold- und Kupfermine am Rande von Copiapo in der Atacama-Wüste im Norden Chiles hinuntergelassen werden, wie Manalich ankündigte. "Das Wichtigste, was wir aus psychologischer Sicht nun machen, ist, dass wir Tag und Nacht simulieren und den Platz, auf dem sie leben, in Zonen einteilen."

Tagesablauf unter Tag

Für die eingeschlossenen Kumpel beginnt jeder Tag früh um 7.30 Uhr. Nach dem Frühstück mit Sandwiches und Joghurt räumen sie auf, bevor sie über die Gegensprechanlage medizinisch beraten oder von ihrem Anführer Luis Urzua auf den neuesten Stand der Rettungsarbeiten gebracht werden. Nach dem Mittagessen stehen Gruppendiskussionen an. Dann ist Zeit für die Post. Abendessen gibt es um 20.00 Uhr; die Nachtruhe beginnt zwischen 22.00 und 23.00 Uhr.

Auch Gebete und Sport sind auf dem Tagesplan vorgesehen. Vor allem mit Entspannungs- und Kräftigungsübungen müssen sich die Bergarbeiter auf ihre Rettung vorbereiten. Sie sollen einzeln in einer Gondel über einen Rettungsschacht wieder ans Tageslicht gebracht werden. Diese Fahrt soll bis zu zwei Stunden dauern. Bis es jedoch soweit ist, müssen die Bergleute aber wahrscheinlich noch bis Dezember ausharren. Die Behörden fuhren außerdem damit fort, die eingeschlossenen Männer gegen Tetanus, Diphterie, Grippe und Lungenentzündung zu impfen.

Zu der in 700 Meter Tiefe gelegenen Rettungskammer wird seit Montag ein neuer Schacht gebohrt. Ein riesiger Bagger hat sich bisher auf eine Tiefe von 30 Metern vorgekämpft.


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