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    Zuletzt aktualisiert: 20.07.2010 um 13:50 UhrKommentare

    "Peinlich für das Gastgeberland"

    Popdiva und Aids-Aktivistin Annie Lennox kritisiert bei der Welt-Aids-Konferenz in Wien Österreich. Das Land trage zu wenig finanzielle Mittel für den Kampf gegen HIV bei.

    Annie Lennox

    Foto © Annie Lennox

    Popdiva und Aids-Aktivistin Annie Lennox hat am Dienstag bei der 18. Internationalen Aids Konferenz die österreichische Regierung aufgefordert, endlich ihrer moralischen Verpflichtung nachzukommen, und zum Global Fund gegen HIV/Aids beizutragen. Obgleich alleine aus der laufenden Konferenz 45 Mio. Euro an Umwegrentabilität lukriert würden, habe Österreich lediglich 2002 einmalig eine Mio. Euro in den Fonds eingezahlt. "Es wäre von extremer Bedeutung, dass die österreichische Regierung die Situation erkennt und zum Global Fund beiträgt", appellierte Lennox in einer Pressekonferenz: "Es geht hier nicht nur um heiße Luft, es geht um konkrete Verpflichtungen."

    Auch der anwesende Aktivist der Homosexuellen Initiative (Hosi), Kurt Krickler, stimmte in die Lennox-Kritik an Österreichs mangelndem Beitrag zum Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (Global Fund) ein: "Es ist peinlich für das Gastgeberland, so wenig zum Kampf gegen HIV und Aids beizutragen."

    Konzert am Abend

    Um die Themen der Konferenz letztlich auch aus dem Messezentrum hinauszutragen, wird Lennox am Abend selbst einen großen Menschenrechtsmarsch über die Wiener Ringstraße anführen, der gegen 20.30 Uhr auf dem Heldenplatz in eine Kundgebung und ein kleines Konzert münden soll. Der Grund für ihr Engagement seien ihre Erlebnisse 2003 in Südafrika, wo sie das menschliche Gesicht der Aids-Tragödie gesehen habe, berichtete die einstige Sängerin der Eurythmics.

    In der westlichen Welt gerate man in Panik, wenn man irgendwo Vogel- oder Schweinegrippe vermute, angesichts der Aids-Epidemie bleibe man hingegen stumm: "Warum stehen wir nicht auf?" Das Schweigen sei eine Pervertierung der eigenen moralischen Standpunkte. Abseits der finanziellen Unterstützung durch die Staaten sei aber auch jeder Einzelne mit seinen Fähigkeiten aufgerufen, sich am Kampf zu beteiligen, so Lennox: "Man muss nicht Bill Gates sein, um Teil der Veränderung zu sein."

    Aber nicht nur in Österreich gibt es im Zuge der AIDS 2010 Diskussionen um die Finanzierung: Laut der Deutschen Presseagentur dpa gibt es Anzeichen dafür, dass Deutschland seine Aidshilfe ab 2012 drastisch reduzieren will. Die Mittel für den Global Fund sollen demnach in den kommenden Jahren um zwei Drittel gekürzt werden. Zwischen 2001 und 2010 hatte Deutschland 1,2 Mrd. US-Dollar eingezahlt.


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