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  • 31. Juli 2014 07:25 Uhr | Als Startseite
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    Zuletzt aktualisiert: 30.03.2012 um 11:20 UhrKommentare

    13 Millionen Menschen von Hunger bedroht

    In der westafrikanischen Sahelzone sind bis zu 13 Millionen Menschen von Hunger bedroht. "Ohne Hilfe werden viele die Monate bis zur nächsten Ernte nicht überleben", sagte Caritas-Präsident Franz Küberl.

    Foto © APA

    Die Hilfsorganisation sucht daher Spender, die von April bis September eine Patenschaft gegen den Hunger übernehmen. "Mit sieben Euro pro Monat retten sie beispielsweise in Mali ein Menschenleben", erklärte Küberl bei einer Pressekonferenz am Freitag in Wien.

    "Entscheidend ist, dass wir jetzt zum Helfen beginnen und nicht dann lamentieren, wenn die Katastrophe ihr ganz großes Ausmaß erreicht haben könnte", sagte der Caritas-Präsident. Grund für die derzeitige Krise sei ein dramatischer Ursachenmix: "Zur Dürre kommen exorbitant gestiegene Lebensmittelpreise, bittere Armut und Konflikte - etwa im Norden Malis - sowie die Rückwanderungswelle der Gastarbeiter, die in Libyen tätig waren und früher von dem Geld ganze Familien in ihrer Heimat versorgt haben."

    Spezialnahrung für Kinder und Schwangere

    Betroffene Menschen in Westafrika werden von der Caritas mit Food-for-Work-Programmen, Lebensmittel- und Saatgutverteilungen unterstützt. Unterernährte Kinder und Schwangere erhalten Spezialnahrung. Caritas-Auslandshilfechef Christoph Schweifer war Anfang März zehn Tage in Mali und Niger: "Bauern haben mir erzählt, dass ihre Reserven spätestens in einigen Wochen aufgebraucht sind. Frauen kochen jetzt statt dreimal nur noch einmal pro Tag." Bald werde auch das nicht mehr möglich sein. Schweifer schilderte am Freitag auch ein Gespräch mit einem Familienvater im Niger. "Ich habe ihn gefragt, wie viele Kinder er hat. Er hat geantwortet zehn, aber fünf sind schon gestorben."

    Hinter der akuten Krise steht laut den Experten auch das Problem chronischer Unterernährung, laut der Welternährungsorganisation FAO betrifft dies weltweit 925 Millionen Menschen. "Eine Welt ohne Hunger muss das Ziel sein", forderte Küberl. Er verlangte in diesem Zusammenhang von Österreich und der internationalen Staatengemeinschaft eine Erhöhung der Entwicklungshilfe. Auch sollten die Menschen hierzulande ihren eigenen Lebensstil unter die Lupe nehmen.

    Einen Beitrag zu einer "Zukunft ohne Hunger" will die Hilfsorganisation auch mit dem internationalen Caritas-Kongress, der unter diesem Motto von 1. bis 2. Juni in der Aula der Wissenschaften in Wien stattfindet, leisten. UN-Sondergesandter Kofi Annan wird die Eröffnungsrede halten, 33 Redner aus 19 Ländern Wege zur Hungerbekämpfung aufzeigen. "Eine Zukunft ohne Hunger ist möglich", gab sich Schweifer überzeugt.


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      Die Vereinten Nationen haben in Teilen Somalias eine offizielle Hungersnot erklärt. Das ist die höchste von fünf Alarmstufen in einem Frühwarnsystem der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO). Eine Hungersnot ("Catastrophe") wird ausgerufen, wenn mehr als 30 Prozent der Kinder unterernährt sind und täglich zwei von 10.000 Menschen durch Lebensmittelknappheit ums Leben kommen. Die höchste Alarmstufe soll die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit wecken. Politische Vollmachten sind damit nicht verbunden.

       

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