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Zuletzt aktualisiert: 04.10.2011 um 12:49 UhrKommentare

Dürre am Horn von Afrika verschlimmert sich

Die Lage am Horn von Afrika verschlechtert sich zusehends. Der Hunger wächst und immer mehr Flüchtlinge wollen die von der Dürrekatastrophe heimgesuchten Gebiete verlassen.

Foto © AP

Die Dürrekatastrophe am Horn von Afrika zwingt nach den Worten des deutschen Entwicklungsministers Dirk Niebel (FDP) immer mehr Menschen zur Flucht. Die Situation in der Region habe sich seit seinem Besuch Mitte August "weiter verschlimmert, die Zahl der Flüchtlinge steigt kontinuierlich", sagte Niebel am Dienstag der dpa.

Niebel verwies auf Zahlen der UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR, wonach mehr als 900.000 Somali außerhalb ihres Landes auf der Flucht sind. Davon hielten sich 500.000 in Kenia auf, 180.000 in Äthiopien und 190.000 im Jemen. Die Zahl der Binnenflüchtlinge in dem seit 20 Jahren von einem Bürgerkrieg heimgesuchten Somalia ist unbekannt.

Niebel sagte weiter, alle hofften nun auf die Regenzeit im Herbst. Allerdings wachse damit die Gefahr von Überschwemmungen. "In manchen Regionen ist der Boden so ausgetrocknet ist, dass er kein Wasser aufnehmen kann", sagte der Minister und fügte hinzu, angesichts dieser Situation in der gesamten Region "wird eine politische Lösung des Somalia-Konflikts immer dringender".


Hungerkatastrophe

Die Vereinten Nationen haben in Teilen Somalias eine offizielle Hungersnot erklärt. Das ist die höchste von fünf Alarmstufen in einem Frühwarnsystem der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO). Eine Hungersnot ("Catastrophe") wird ausgerufen, wenn mehr als 30 Prozent der Kinder unterernährt sind und täglich zwei von 10.000 Menschen durch Lebensmittelknappheit ums Leben kommen. Die höchste Alarmstufe soll die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit wecken. Politische Vollmachten sind damit nicht verbunden.

 

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