Willkürliche Gewalt gegen Kinder in Somalia

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Das Leben der Kinder in Somalia ist nicht nur von Hunger bedroht, sondern auch durch willkürliche Gewalt: Viele seien von der islamistischen Al-Shabab-Miliz als Kindersoldaten zwangsrekrutiert worden oder würden als Selbstmordattentäter eingesetzt, stellt ein neuer Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International fest. Auch würden zahlreiche Mädchen mit den Kämpfern zwangsverheiratet.
"Al Shabab kam eines morgens... Sie sagten zu den Lehrern, dass alle Kinder aus der Klasse gehen sollten. Draußen wartete ein Auto und sie haben die Kinder gezwungen einzusteigen", erzählt eine 13-jährige Schülerin in dem Report. Ein Lehrer, der den Anweisungen nicht folgen wollte, sei getötet worden.
Der Bericht beschreibt anhand von mehr als 200 Zeugenaussagen somalischer Kinder die andauernden Menschenrechtsverletzungen im zentralen und südlichen Teil des Landes. Viele von ihnen hätten in dem Bürgerkrieg ihre Familie verloren und seien obdachlos, heißt es. Andere wurden Zeugen der Bombardierung ihrer Häuser.
"In Somalia herrscht nicht nur eine humanitäre Krise, es ist gleichzeitig eine Krise der Menschen- und Kinderrechte", sagte die stellvertretende Leiterin der Afrika-Abteilung von Amnesty International, Michelle Kagari. Die Organisation fordert, die Verantwortlichen für ihre Kriegsverbrechen zur Rechenschaft zu ziehen. Nur so könnten die Menschenrechte, insbesondere für Kinder, in Somalia geschützt werden.
Speziell die Bildung hat den Angaben zufolge sehr unter dem seit 20 Jahren dauernden Konflikt gelitten: Viele Schulen seien bei Angriffen zerstört worden, andere wurden wegen der permanenten Gefahr geschlossen. Zudem seien viele Kinder Augenzeugen von Gräueltaten geworden wie öffentliche Steinigungen, Amputationen und Hinrichtungen gewesen. Teilweise habe es sich bei den Opfern um Verwandte und Freunde gehandelt.











