Frauen retten Österreichs Bildungsbilanz
Frauen lernen erfolgreicher. Bildungssystem leidet unter vielen Aussteigern und Sitzenbleibern.
Einen Lichtstrahl und viel Schatten liefert eine Studie über den Bildungsgrad der Österreicher. Der gute Teil: "Noch nie war der durchschnittliche Österreicher so hoch gebildet wie jetzt!" Das hat Frank Landler (Akademie der Wissenschaften) für das Wissenschaftsministerium herausgefunden. Dafür sind vor allem die Frauen verantwortlich, die immer höhere Bildungsabschlüsse erreichen.
Internationaler Vergleich. Im internationalen Vergleich ist der heimische Anteil an Maturanten und Akademikern aber nach wie vor gering. Schuld daran ist das "hochselektive" Bildungssystem, das viele Aussteiger und Wiederholer produziert.
Maturantenzahlen. Das zeigen die Maturantenzahlen. 1964 hatten 14 Prozent der Männer zwischen 18 und 21 Matura, im Jahr 2003 waren es schon 33 Prozent. Noch eindeutiger ist es bei den Frauen: 1964 hatten acht Prozent Matura, vor fünf Jahren waren es fast die Hälfte.
Drop-Out-Quote. Im Vergleich zum Ausland haben sehr viele Österreicher keine Matura oder Hochschulausbildung, die Drop-Out-Quote gehört zu den höchsten der Welt (2002 waren es 34 Prozent).
"Bildungsfrustrationen". Bildungsforscher Hannes Krall (Uni Klagenfurt) warnt, dass der hohe Aussteiger- und Wiederholeranteil für "Bildungsfrustrationen" sorgt, die den Betreffenden die Lust an Weiterbildung rauben. "Unser Bildungssystem muss durchlässiger werden und viel mehr Wert auf den berufsnahen Bereich legen."










