Anschlagspläne gegen Olympische Spiele aufgedeckt
Chinesische Polizei konnte mit einer Razzia geplante Terror-Anschläge gegen die Olympischen Spiele von Peking im August frühzeitig vereiteln.

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Der Terror macht auch vor dem olympischen Frieden nicht halt: Nach Angaben der chinesischen Behörden gab es gegen die Spiele von Peking im August bereits ganz konkrete Anschlagspläne. Bei einer Razzia in der Provinzhauptstadt Urumqi Ende Jänner stellte die Polizei Beweismaterial sicher, das die geplanten Terrorakte auf die Spiele belegt.
"Eindeutiges Ziel". Zwei Verdächtige wurden dabei getötet, 15 weitere festgenommen. "Ihr Ziel war eindeutig", ist sich der örtliche Parteichef Wang Lequan sicher. Die Spiele sollten eine großartige Werbung für das "Reich der Mitte" werden. Dagegen regt sich nun offenbar aber auch im eigenen Land der Widerstand. "Die Olympischen Spiele sind ein wichtiges Ereignis, aber es finden sich immer Menschen, die sich verschwören, um zu sabotieren", erklärte Wang Lequan.
Extremisten. Die Extremisten aus der nordwestlichen Provinz Xinjiang sollen auch in Kontakt mit der Islamischen Bewegung Ostturkistan gestanden sein, einer von den Vereinten Nationen als terroristisch eingestuften Organisation. In Xinjiang gehören 45 Prozent der Bevölkerung muslimischen Minderheiten an, die die Unabhängigkeit von Peking fordern. Wang Lequan kündigte nach der Razzia ein "resolutes Vorgehen" gegen die "Terroristen, Saboteure und Sezessionisten" an.
Flugzeug. Zugleich sei am Freitag auch noch ein Anschlag auf ein Flugzeug, das auf dem Weg von Peking nach Urumqi war, verhindert worden. Die Maschine der China Southern Airlines musste, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, notlanden, "weil bestimmte Menschen versuchten, eine Katastrophe in der Luft zu verursachen". Die Besatzung der Maschine habe die Angreifer aber überwältigen können und alle Passagiere seien unbeschadet davongekommen.
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ETIM
Nach Angaben von Xinhua standen die Verdächtigen in Verbindung mit einer von den Vereinten Nationen als terroristisch eingestuften Organisation, der Islamischen Bewegung Ostturkistan (ETIM).
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Die Spiele in Gefahr?Foto © Reuters
Fakten
In Xinjiang gibt es eine separatistische Bewegung der zumeist islamischen Uiguren, die dort etwa 45 Prozent der Bevölkerung stellen.











