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    Zuletzt aktualisiert: 01.03.2008 um 00:06 Uhr

    Bio sucht Bauer

    Die Biowelle rollt durch Europa. Die Nachfrage hat das Angebot überschritten. Durch eine Kampagne sollen in Kärnten 1000 neue Biobauern gefunden werden.

    Neue Biobauern sollen angeworben werden

    Foto © APANeue Biobauern sollen angeworben werden

    Wer kann sich noch erinnern, welchen Ruf Biobauern 1980 hatten? Sie galten als schräge Vögel und wurden schief angeschaut. Damals gab es nur 20 in Kärnten. Heute sind es 1400, das ist jeder zehnte Bauer. Und trotzdem sind sie nicht genug. Der Bio-Markt boomt und verlangt nach mehr. Der Bio-Konsum der österreichischen Haushalte stieg in den letzten Jahren um knapp 30 Prozent. Deshalb startet das Landwirtschaftsministerium gemeinsam mit den Landwirtschaftskammern und Bio Austria die Kampagne "Bio sucht Bauer".

    Zusätzliche Betriebe. In Kärnten sollen 1000 zusätzliche Betriebe gewonnen werden, sagte Christian Perkounig, Geschäftsführer des Biozentrums Kärnten beim Tag des Biolandbaus in Krastowitz. Er werde die Offensive mit Förderungen unterstützen, versprach Landwirtschaftsminister Josef Pröll. Auch der Handel sei Partner des Bio-Aktionsplans. Ziel sei die Zurückdrängung der Importe. "Mit regionalen Produkten werden wir der Globalisierung des Geschmacks entgegentreten".

    Preissteigerung. Zur Preissteigerung bei Lebensmitteln sagte Pröll, dass 1970 der österreichische Haushalt 30 Prozent des Einkommens für Nahrungsmittel ausgegeben habe, heute seien es nur 13 Prozent. "Wir Bauern hatten 2007 das erste Mal wieder die Getreidepreise von 1990", lies Kammeramtsdirektor Ernest Gröblacher in seine Aufzeichnungen blicken.

    Bio lohnt sich. Dass sich Bioproduktion lohnt, zeigt der Bioschweinepreis. So erhält der Biobauer pro Kilo 2,80 Euro, der konventionelle Bauer derzeit nur 1,20 Euro. Allerdings muss der Biobauer für ein Bioferkel 125 Euro hinblättern, der konventionelle Bauer nur 45 Euro. Auch das Bio-Futtergetreide ist teurer. Doch "unterm Strich" bleibe dem Biobauern mehr, betonte Hans Kreschischnig, Obmann der Kärntner Biobauern.

    Mehraufwand und Qualität. Der Fleischer Karl Ilgenfritz würde 50 Bioschweine pro Woche abnehmen, die Biobauern könnten aber nur 30 bis 40 liefern. "Wenn wir 50 garantieren können, nimmt er 100", appellierte Kreschischnig an die Bauern, umzusatteln. "Bio ist keine einfache Form der Landwirtschaft", warnte Landwirtschaftskammer-Präsident Walfried Wutscher. "Mehraufwand und Qualität müssen vergütetet werden.

    ELKE FERTSCHEY

    Statistik

    Biobauern: Von 20 im Jahr 1980 stieg ihre Zahl in Kärnten auf 1182 im Jahr des EU-Beitritts (Öpul-Förderungen) 1995. Höchststand 1998 mit 1596, aktuell 1400. Biobetriebe ganz Österreich: 9000.
    Biofläche: In Kärnten sind 25.200 Hektar Biofläche (15 Prozent der Gesamtfläche). Ganz Österreich besitzt 360.000 Hektar Biofläche (11,2 Prozent der Gesamtfläche). Spitzenreiter ist Australien: 11,8 Millionen Hektar. Europa: 6,9 Millionen, USA: 2,2 Millionen Hektar.
    Biomilch: Die Kärntnermilch hat 254 Lieferanten (1999: 398). Biomilch im Jahr 2000: 14.183.000 Liter, 2007: 15.936.000 Liter.
    Biorinder: 2006 wurden 3599 produziert, 2007 waren es 4014.

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