Mordalarm in Wien: Mann ging nach Bluttat beichten
Der 36-Jährige dürfte ehemalige Lebensgefährtin in der Nacht auf Samstag erstochen haben. Danach vertraute er sich einem Pfarrer in Wien-Donaustadt an.

Foto © APAPolizisten am Tatort
Der 36-jährige Mann, der unter dringendem Verdacht
steht, in der Nacht auf Samstag seine ehemalige Lebensgefährtin in
Wien-Brigittenau erstochen zu haben, dürfte vor seiner Festnahme die
Blutttat einem Pfarrer gebeichtet haben. Das gab Major Manfred Briegl
von der Kriminaldirektion (KD) 1 Samstagabend am Tatort, einer
abgewohnten Gemeindebau-Anlage in der Vorgartenstraße, bekannt.
Beichtgeheimnis. Weil sich der Geistliche an das Beichtgeheimnis gebunden fühlte
und daher die Polizei nicht verständigte, soll der 36-Jährige
zunächst auf offener Straße eine wildfremde Frau angesprochen und
sich schließlich selbst an den Polizeinotruf gewandt haben. "Er hat
sich besonnen und selbst gestellt", erklärte Briegl vor Journalisten.
Küchenmesser. Was sich genau in der im 2. Stock gelegenen Wohnung in der
Vorgartenstraße 83-85 abgespielt hat, ist nach wie vor unklar. Fest
steht, dass die 31-jährige Nicole F. die Unterkunft vor rund einem
Monat bezogen hatte - möglicherweise in Verbindung mit der Trennung
von ihrem Lebensgefährten. Der 36-Jährige dürfte sie am Freitagabend
oder in den Nachtstunden dort aufgesucht und - so jedenfalls die
derzeitige Verdachtslage - mit einem Küchenmesser mit einer
Klingenlänge von mindestens 15 Zentimetern zu Tode gebracht haben.
Motiv unklar. Entgegen ersten Informationen steckte die Waffe im Hals und nicht
in der Brust der Leiche, die nach 14.00 Uhr von der Polizei in der
Küche liegend aufgefunden wurde. Am Sonntagvormittag hat die Polizei mit der Befragung des Mannes begonnen. An der
Täterschaft dürften keine Zweifel bestehen. Das
Motiv war vorerst weiter unklar. Näheres darüber erhofften sich die
Ermittler auch von Recherchen im Verwandten- und Bekanntenkreis der
ums Leben gekommenen Nicole F. (31).













