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Zuletzt aktualisiert: 17.02.2008 um 18:21 Uhr

Frühstart in den Frühling

Menschen, Pflanzen, Haus- und Wildtiere: Sie alle profitieren davon, dass der Frühling schon begonnen hat. Tierarzt: "Es ist wie zu Ostern."

In diesem Winter blühen viele Pflanzen schon früh. Die Menschen freuen sich, außer den Allergikern

Foto © APA/HildebrandtIn diesem Winter blühen viele Pflanzen schon früh. Die Menschen freuen sich, außer den Allergikern

Das kalte und teilweise stürmische Wochenende ist vorbei - und Kärnten kann dort weitermachen, wo es vor der kurzen Kältephase aufgehört hat: im frühen Frühling.

Weide und Hasel blühen. "Die Höchsttemperaturen in dieser Woche werden um acht bis zehn Grad plus liegen", prophezeit ZAMG-Wetterexperte Paul Rainer, "und das ist normalerweise um den 10. oder 11. März der Fall - also mitten im meteorologischen Frühling." Rainer hat tierische Berater, zwar keinen Wetterfrosch, sondern seine Bienen, denn er ist Hobbyimker: "Die fliegen schon ordentlich und finden bereits die erste Nahrung, weil Weide und Hasel blühen."

Frühlingsgefühle. Frühlingsgefühle in der Natur hat auch der Klagenfurter Tierarzt Wolfgang Siegl diagnostiziert: "Heuer hat sich alles nach vorn verlagert, weil es zu früh zu warm ist." Rüden sind schon hinter empfängnisbereiten Hündinnen her, Kater werden mit Bissverletzungen eingeliefert, weil sie sich um rollige Katzen raufen. "Es gibt schon trächtige Hündinnen, eine hat sogar geworfen und auch die Feldhasen haben bereits Junge. Diese Entwicklung fällt heuer sehr früh aus. Wie haben eine Situation wie sonst zu Ostern", wundert sich Siegl. Sollte es noch einmal kälter werden, ist das für Haustiere kein Problem. "Für wild lebende Jungtiere dürfte das aber verhängnisvoll werden."

"Drei Wochen zu früh". Robert Passegger vom Klagenfurter Stadtgartenamt kann solche Beobachtungen nur bestätigen: "Aufgrund des guten Wetters geschieht alles drei Wochen zu früh." Winterling, Zaubernuss-Strauch, Gänseblümchen (warum nicht, das sind auch ordnungsgemäße Pflanzen) blühen bereits, in günstigen Lagen sogar Schneeglöckchen, Primeln und Krokusse. "Auf den südlichen Hängen kommen schon die Narzissen heraus, sie blühen aber noch nicht." In jedem Fall aber sind Blumen gut für Menschen: "Die freuen sich, wenn nach dem kahlen, finsteren, hässlichen Winter etwas Blühendes da ist."

Gute Laune. Die Menschen profitieren auch medizinisch, wie der Klagenfurter LKH-Psychiater Wolfgang Wagner weiß. "Das reichlich vorhandene Sonnenlicht wirkt auf zwei Arten: Über die Augen auf das Gehirn und über die Haut, wo das UV-Licht die Vitamin D-Bildung fördert." Das ist gut für den Kalziumstoffwechsel und das Immunsystem. "Auf beiden Wegen ist die Sonne notwendig, hilfreich und gesundheitsfördernd."

"Winter-Depressive". Derart mit "Vitaminen, guter Laune und Kraft" aufgetankt, stehen selbst "Winter-Depressive" ein paar abweisende Wintertage besser durch. Wenn sie überhaupt kommen!

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