"Atlantis" nach zwei Wochen sicher gelandet
Die Besatzung der US-Raumfähre "Atlantis" ist zuhause angekommen. Seit heute haben sie wieder Erde unter den Füßen. Am 11. März wird jedoch die nächste Crew mit einem Shuttle von Cap Canaveral ins All starten.

Foto © APGut is gangen, nix is g'schehn
Die US-Raumfähre "Atlantis" ist
nach knapp zwei Wochen im All sicher am Kennedy-Raumfahrtzentrum in
Florida gelandet. Das Shuttle setzte am Mittwoch um 15.07 Uhr auf der
Landebahn in Cape Canaveral auf. Die "Atlantis"-Besatzung hatte auf
ihrem Flug das europäische Forschungslabor "Columbus" ins All
gebracht und an die Internationale Raumstation ISS montiert. Damit
hat die europäische Raumfahrtagentur ESA nun erstmals eine ständige
Präsenz im All.
Auch Europäer waren an Bord. Neben dem Deutschen Hans Schlegel war auch der französische
ESA-Astronaut Leopold Eyharts zur ISS geflogen. Er blieb dort und
löste den Flugingenieur Dan Tani ab, der vier Monate im All
verbrachte. Tanis geplante Rückkehr hatte sich um zwei Monate
verzögert, weil der Start der "Atlantis" wegen eines defekten
Tanksensors mehrfach verschoben wurde.
Nächster All-Ausflug schon geplant. Shuttle-Kommandant Stephen Frick dankte nach der Landung der
Flugleitung, die sie sicher geführt und nach Hause gebracht habe. Die
NASA-Experten in Cap Canaveral bereiten unterdessen schon den
nächsten Shuttle-Start vor, der für den 11. März geplant ist. Bis die
Raumfähren 2010 planmäßig außer Dienst gestellt werden, sollen sie
noch elfmal zur ISS fliegen, um die Station zu komplettieren, viermal
in diesem Jahr.
Außer Kontrolle geratenen Spionagesatelliten. Die Landung der "Atlantis" stand etwas unter Zeitdruck, weil das
US-Militär kurz nach der Rückkehr der Raumfähre einen außer Kontrolle
geratenen Spionagesatelliten abschießen will, bevor dieser in die
Erdatmosphäre eintritt. Dadurch soll verhindert werden, dass
hochgiftige Gase aus dem Treibstofftank des Satelliten auf die Erde
gelangen. Der Abschuss könnte bereits in der Nacht zum Donnerstag
stattfinden. Die Trümmer des Satelliten, die innerhalb weniger Tage
verglühen sollen, hätten im Fall einer späteren Landung das Shuttle
bei seinem Wiedereintritt in die Atmosphäre gefährden können. Die
höher fliegende ISS ist durch die Satelliten-Trümmer nicht gefährdet.
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"Columbus" ist der wichtigste europäische Beitrag zur Internationalen Raumstation. In dem Labor soll zehn Jahre lang das Verhalten von Stoffen, Einzellern und wirbellosen Tieren in der Schwerelosigkeit untersucht werden.
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Bild vergrößernAtlantis-Kommandant Steve Frisk (l), ESA-Spezialist Hans Schlegel und Shuttle-Pilot Alan PoindexterFoto © APA | NASA-TV












