Kärntens Heime für Ernstfall gerüstet
Brandschutz in Kärntens Heimen ist gut, in Klagenfurt werden trotzdem Brandmelder geprüft.
Brandalarm im Pflege- oder Altenheim: "Die schlimmste Situation, die man sich vorstellen kann", sagt Dietmar Schreier, Leiter der Brandverhütung beim Landesfeuerwehrverband. Anders als in Schulen oder großen Büros können sich dort die Personen meist nicht mehr selbst in Sicherheit bringen.
Vorbereitung wichtig. "Wo bettlägrige Menschen leben, ist die Vorbereitung auf den Ernstfall umso wichtiger", so Schreier. Den Brandschutz in Kärntens 62 Heim-Gebäuden mit 4500 Heimbewohnern, bezeichnet er als "gut". So gehören automatische Brandmeldeanlagen bei neueren Heimen zum Standard. "Auch die älteren Heime werden regelmäßig vom Landesfeuerwehrverband kontrolliert", sagt Sozialreferentin Gaby Schaunig.
Prüfung. Rund 35 Kärntner Heime sind mit einer automatischen Anlage ausgerüstet. Christian Scheider, Klagenfurter Senioren- und Feuerwehrreferent, beruhigt das wenig: "Die Anlagen müssen auch funktionieren. Das Unglück in Vorarlberg schreckt auf. In Klagenfurt wird deshalb die Berufsfeuerwehr ab Montag alle Heim-Anlagen prüfen."
Brände. Auch in Kärnten kam es in Pflege- und Altenheimen zu Bränden. "Ältere Personen vergessen schon mal auf die Kerzen oder Zigaretten", so Schreier. Von einem großen Unglück blieb Kärnten verschont.
Kontrolle. Sozialreferentin LHStv. Gaby Schaunig beauftragte nun auch den Landesfeuerwehrverband mit seinen brandschutztechnischen Sachverständigen die älteren Altenwohn- und Pflegeheime Kärntens zu kontrollieren. Eine Kontrolle der großen Heime in Klagenfurt wurde bereits durch die Berufsfeuerwehr durchgeführt. Die "neueren" bewilligten Heime werden von der Sozialabteilung des Landes angeschrieben und aufgefordert, die Nachweise für die Erfüllung der brandschutztechnischen Auflagenpunkte zu erbringen, erklärte Schaunig in einer Aussendung. Sollten die Begutachtungen länger zurückliegen, erfolge auch hier eine neuerliche Kontrolle.










