Fasching ist das Fest für alle Krapfentiger
Über die Entstehung des Krapfens gibt es viele Geschichten. So berühmt wie die Mehlspeise wurde aber nur Cilli Krapf.
Es ist einerseits der Wunsch der Kunden nach Abwechslung, andererseits muss man Marktnischen suchen", nennt Sabine Legat, Chefin der Bäckerei Legat in Klagenfurt, Gründe dafür, dass ihr Unternehmen in der Faschingszeit 14 verschiedene Krapfensorten auf den Markt bringt. "Wir locken mit diversen Füllungen und Verzierungen", sagt Legat. Wie heiß begehrt der Krapfen im Fasching ist, belegen Zahlen aus der Firma Legat. In diesen Tagen produziert man an einem einzigen Tag 60.000 Stück, die in den firmeneigenen Konditoreien und im Handel verkauft werden.
Krapfenspezialisten. Als Krapfenspezialistin weiß Sabine Legat natürlich auch über die Geschichte der leckeren Mehlspeise aus Germteig Bescheid. "Die berühmte Cäcilia Krapf, Hofbäckerin in Wien, hat den Krapfen nicht wirklich erfunden, sondern nur wiederentdeckt." Von da an war der Krapfen, der damals lange Cilli-Kugel genannt wurde, aus dem Fasching nicht mehr wegzudenken. Allein im Jahr 1815 wurden bei Empfängen und Hofbällen zehn Millionen Krapfen verkauft!
"Krapfenbacherinnen". Ein Gebäck namens "Crapfo" oder "Krapfe" ist bereits aus dem 9. Jahrhundert bekannt, in Wien wurden 1486 die ersten "Krapfenbacherinnen" erwähnt. Gerne erzählt wird auch die Geschichte eines Berliner Zuckerbäckers. Dieser soll um 1750 als Kanonier im Heer Friedrichs des Großen gedient haben. Da er für den Krieg nicht taugte, übernahm er es, für die Soldaten zu backen.
"Berliner". Auch diesem Mann wird die Erfindung des runden Gebäcks, das in heißem Öl herausgebacken wird, zugeschrieben. In Berlin werden die Krapfen heute noch als "Berliner" bezeichnet, in Frankreich spricht man vom Krapfen als "Boule de Berlin".










