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Zuletzt aktualisiert: 23.01.2008 um 14:13 Uhr

Österreicher im letzten Jahr wieder mehr im Krankenstand

Krankenstands-Dauer pro Beschäftigtem dürfte 2007 nach Jahren des Rückgangs wieder gestiegen sein. Durchschnittlich war ein Beschäftigter zwölf Tage in Krankenstand. Diese Zeit kostet der Volkswirtschaft jährlich Milliarden.

Foto © APA

Die Krankenstandsdauer pro Beschäftigtem dürfte 2007 nach Jahren des Rückgangs wieder gestiegen sein. Aus einer jüngsten Hochrechnung des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger geht hervor, dass nach dem Tiefstwert mit durchschnittlich 11,5 Krankenstandstagen pro Beschäftigtem aus dem Jahr 2006 im Vorjahr ein Anstieg auf 12,0 Tage verzeichnet wurde.

Kostet Milliarden. Was für den Laien auf den ersten Blick nur nach einer geringfügigen Erhöhung aussieht, stellt einen der wichtigsten Faktoren für das Wirtschaftswachstum und die Wirtschaftskraft einer Volkswirtschaft dar. Zu diesem Schluss kam Anfang Jänner eine Studie über krankheits- und unfallbedingte Fehlzeiten von unselbstständigen Beschäftigten. Ein zentrales Ergebnis: Krankenstände kosteten 2004 die heimische Volkswirtschaft 6,5 Milliarden Euro oder 3,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Arbeitslosigkeit macht krank. Die krankheits- und unfallbedingten Fehlzeiten werden laut Studie von zahlreichen individuellen und strukturellen Faktoren mitbestimmt. Dazu zählen Lebensalter, Tätigkeitsbereich, Konjunktur und Arbeitsmarktlage. Ein ausschlaggebender Faktor ist auch die Arbeitslosigkeit. So haben in den letzten 15 Jahren die Krankenstände der Arbeitslosen von 19 Tagen (1990) auf 36 Tage (2004) zugenommen. Arbeitslosigkeit stelle daher ein Gesundheitsrisiko dar.


Fakten

Die Fehlzeiten verursachen den Betrieben hohe direkte und indirekte Kosten. Während die direkt zuor-
denbaren
Kosten auf etwa 2,5 Milliarden Euro (1,1 Prozent des BIP) geschätzt werden, belaufen sich die indirekten Kosten (Entgang der Wertschöpfung) laut Studie auf 3 bis 4 Milliarden Euro.

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