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Zuletzt aktualisiert: 17.01.2008 um 14:41 Uhr

Horrorcrash: Vier Tote nach Unfall im Burgenland

Lkw verlor während der Fahrt Teile der Ladung. Pkw mit fünf Insassen wollte ausweichen und krachte in Sattelschlepper, der am Pannenstreifen stand. Für vier Insassen kam jede Hilfe zu spät, eine Person wurde schwer verletzt geborgen.

Großeinsatz nach Unfall auf der A6

Foto © APGroßeinsatz nach Unfall auf der A6

Ein schwerer Verkehrsunfall, der vier Todesopfer und einen Schwerverletzten forderte, hat sich Donnerstagfrüh auf der im vergangenen November eröffneten A6 im Nordburgenland ereignet. Ein in Richtung Bratislava fahrender Lkw hatte nach der Ausfahrt Potzneusiedl (Bezirk Neusiedl am See) einige Ballen Ladegut verloren. Ein Sattelschlepper fuhr in die Ballen und hielt am Pannenstreifen. Wenig später prallte ein mit fünf Männern besetzter Pkw, der dem Hindernis auf der Fahrbahn ausweichen wollte, seitlich in den abgestellten Lastwagen.

Ballen Dämmstoff verloren. Zu dem Unfall kam es gegen 6.45 Uhr, als ein Lastwagen mit Mattersburger Kennzeichen Ballen Dämmstoff in Form von Mineralwolle verlor. Der Lenker eines nachkommenden Sattelzuges überfuhr zwei bis drei Ballen und hielt am Pannenstreifen an. Während der Mann versuchte, die Ballen unter dem Lastwagen hervorzuziehen, prallte laut Polizei ein mit fünf Männern besetzter Wagen mit Wiener Kennzeichen mit der rechten Fahrzeugseite gegen den Laster. Der Lenker hatte offenbar versucht auszuweichen und war dabei mit dem Wagen ins Schleudern gekommen.

Ein Schwerverletzter. Für vier Fahrzeuginsassen kam jede Hilfe zu spät. Ein etwa 25-jähriger Pole, der sich im Fond des Pkw befand, erlitt schwere Verletzungen. Er wurde vom Notarzthubschrauber Christophorus 9 in das Wiener Lorenz Böhler-Krankenhaus gebracht. Der Fahrer des Lkw, der die Ballen verlor, erlitt einen schweren Schock. Er musste in der Autobahnpolizeiinspektion Parndorf psychologisch betreut werden, sagte der Leiter der Verkehrsabteilung Burgenland, Oberst Franz Füzi, zur APA.

Großeinsatz der Rettungskräfte. Die A6 war am frühen Donnerstagnachmittag im Bereich der Unfallstelle weiterhin nur einspurig passierbar. Ein Sachverständiger untersuchte den Hergang des Unfalls. Das Unglück hatte in der Früh einen Großeinsatz der Rettungskräfte ausgelöst: Zwei Notarztfahrzeuge und drei Rettungswagen aus Hainburg, Bruck an der Leitha und Frauenkirchen sowie ein Notarzthubschrauber und die Feuerwehr wurden alarmiert.


Fakten

Bei dem Unglück handelt es sich laut Exekutive um den ersten Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang auf der A6 im Burgenland. Die Nordostautobahn wurde am 19. November eröffnet und tags darauf für den Verkehr freigegeben. Die Autobahn verbindet die A4 mit dem Grenzübergang Kittsee.

Foto

Foto © AP

Bild vergrößernDas verlorene LadegutFoto © AP

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