Vier Verdächtige nach Anschlag in Kabul verhaftet
Drei Angreifer waren in das schwer gesicherte Luxushotel "Serena" in Kabul gestürmt. Einer der Männer sprengte sich in der Lobby in die Luft.

Foto © www.serenahotels.comDas Serena Hotel in Kabul
Nach dem Taliban-Angriff auf das einzige Luxushotel Afghanistans hat die Polizei am Dienstag vier Verdächtige festgenommen. Bei dem Anschlag waren am Montag mindestens sieben Menschen getötet worden. Auch der norwegische Außenminister Störe hielt sich zum Zeitpunkt des Anschlags in dem Hotel auf, blieb aber unverletzt. Störe wird noch am Dienstag aus Kabul abreisen.
Explosion im Hotel. Insgesamt seien am Sonntagabend drei Angreifer mit Sprengstoff-Westen in das Fünf-Sterne-Hotel Serena eingedrungen, erklärte der Chef des afghanischen Geheimdienstes, Amrulla Sala. Unter den Festgenommenen sei auch einer der mutmaßlichen Angreifer, der seine mit Sprengstoff gefüllte Weste "aus bisher ungeklärten Gründen" nicht gezündet habe. Einer von ihnen hätte eine Explosion ausgelöst, ein zweiter sei von den Sicherheitskräften zuvor erschossen worden. Ein vierter Mann hatte die Attentäter nach Angaben des Geheimdienstes zum Hotel gebracht. Dieser sei mit zwei Komplizen im Versteck der Attentäter in Kabul festgenommen worden.
Aufständische unter Verdacht. Der Geheimdienst beschuldigte Siraj Hakkani, einen bekannten Aufständischen, der in der pakistanischen Stammesregion Nord Waziristan vermutet wird, den Anschlag auf das Hotel geplant zu haben. Die US-Streitkräfte habe 200.000 Dollar Belohnung für Hinweise zu einer Ergreifung ausgesetzt.
Ofer des Anschlags. Nach Hotelangaben drangen die Angreifer am Montag durch die Haupteingangstür in das Hotel ein und erschossen dabei mindestens zwei afghanische Wachleute. Ein Selbstmordattentäter habe sich im Eingangsbereich in die Luft gesprengt. Ein oder mehrere Bewaffnete seien daraufhin mit Pistolen und Granaten weiter in das Hotel eingedrungen und hätten um sich geschossen. Ein US-Bürger und eine philippinische Angestellte sowie ein norwegischer Fotograf wurden dabei getötet.
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Der norwegische Minister Jonas Gahr StöreFoto © AP











