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    Zuletzt aktualisiert: 14.01.2008 um 05:10 Uhr

    Scheidung der unzertrennlichen Partner

    Die Familien Eder, Willroider und Mayr, Jahrzehntelang ein Erfolgstrio im Bau- und Spitalswesen, gehen eigene Wege.

    Helmut Eder trennte sich von alten Partnern

    Foto © KöstingerHelmut Eder trennte sich von alten Partnern

    "Wer rastet der rostet", beherzt Helmut Eder noch immer sein vom Vater übernommenes Motto. Der 62-jährige Parade-Unternehmer hat gerade eines der spannendsten Jahre seiner Laufbahn mit einem Mega-Deal abgeschlossen. Seine Humanomed kauft Maria Hilf den Krankenversicherungen ab und baut es für 22 Millionen Euro zur modernen Privatklinik aus.

    Unter Dach und Fach. Den Coup und die respektablen Zusatzgeschäfte (100 neue Rehab-Betten für Althofen, von wo die Klinik nach Maria Hilf siedelt, sowie 2,5 Millionen Euro Mehrerlös pro Jahr für die Kärntner Spitäler, die von den Versicherungen endlich Leistungsabrechnungen für die Sonderklassen bekommen) hatte Eder bereits am letzten Tag vor Weihnachten mit den nötigen Unterschriften unter Dach und Fach gebracht.

    Umstrukturierung. So diskret wie den für Maria Hilf erlösenden Spitals-Deal hat Eder im Vorjahr auch eine spektakuläre Umstrukturierung vollzogen. Er und seine jahrzehntelangen Firmenpartner Josef Willroider und Helmut "Pipsi" Mayr haben sich getrennt. Das kommt einer Scheidung von Unzertrennlichen gleich. "Es war eine Entflechtung", sagt Eder, "wegen unterschiedlicher Strategie-Auffassungen." "Alles im Einvernehmen", betonen auch die Familien Mayr und Willroider, die bekräftigen: "Es ist von allen Seiten so gewünscht worden, weil in unseren Familien neue Generationen am Werk sind."

    "Interessen in Kärnten". Das bisher gemeinsame Spitäler-Imperium ist nun zweigeteilt. Die Familienstiftungen Eder und Neisser (diese gehört vier Neffen und Nichten Helmut Eders) sind nun Alleinherren über die Kärntner Humanomed-Diather-Spitalsgruppe mit Althofen, Maria Hilf und dem Sanatorium Villach (an dem Versicherungen beteiligt sind). Während sich die Familienstiftungen Mayr und Willroider aus diesen Kärntner Spitalsunternehmen zurückzogen, gab Eder seine Anteile an den Rehab- und Kurbetrieben in Niederösterreich (Großgerungs und Harbach) auf, sowie an dem einst gemeinsamen Bauunternehmen MEW. "Wir haben unsere Anteile bewertet und abgetauscht", berichtet Eder. Es sei aber auch noch viel Geld geflossen. "Meine Interessen liegen in Kärnten", begründet Eder die alleinige Übernahme im Stammland des Trios.

    Beste Verbindungen. Eine ganze Generation lang waren Eder, Willroider und Mayr ein unzertrennliches Erfolgstrio im Bau- und Spitalswesen: dynamisch, weitsichtig und einflussreich, mit besten Drähten auch zur Politik bis ins Bundeskanzleramt. In den 1960er-Jahren begründete Eders Vater mit Mayr die Zupack und Selfpack, die dann an die Tetrapack gingen. Helmut Eder, Willroider und Mayr standen seit der Errichtung des Kurzentrums Althofen 1972 Schulter an Schulter. Auf dem Nassfeld und am Katschberg zogen sie dann die Robinson-Clubs auf, mit einer Pleite des Betreibers Robinson als unliebsamem Schatten. "Wir haben es dann aus dem Konkurs wieder gekauft", erinnert sich Eder.

    Junge am Werk. Nun sind die Jungen am Werk. Statt "Pipsi" Mayr, der sich von einem Schlaganfall erholt, hält Sohn Helmut Mayr jun. die Firmenfäden in der Hand. Bei Villachs Stadtbaumeister Willroider steht Josef Willroider jun. auf der Kommandobrücke.

    1000 Mitarbeiter. Eder führt mit Geschäftsführer Werner Hörner seine Betriebe mit 1000 Mitarbeitern. Sohn Johannes Eder hat für seinen Firmen-Einstieg den BWL-Magister frisch in der Tasche. Eder senior hat einen vor Jahren erlittenen Herzinfarkt tatkräftig weggesteckt, mit eiserner Konsequenz: "Wer rastet, der rostet."

    ADOLF WINKLER

    Fakten

    Helmut Eder ist Chef der Diather Krankenhaus Management GmbH, die an der Humanomed-Gruppe beteiligt ist. Zur Diather-Spitalsgruppe gehören Kurzentrum und Klinik Althofen, das Privatsanatorium Villach und nun auch die Privatklinik Maria Hilf in Klagenfurt, die um 22 Millionen ausgebaut wird.

    Foto

    Foto © Moritsch

    "Pipsi" Mayer und Josef WillroiderFoto © Moritsch

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