Interview mit Franz Stockinger
Franz Stockinger ist Leiter der ZAMG-Wetterdienststelle in Klagenfurt.

Foto © BendeleFranz Stockinger
Die wichtigste Frage vorneweg: Ist in den nächsten Tagen mit ähnlichem Spiegeleis zu rechnen?
FRANZ STOCKINGER: Wahrscheinlich nicht. Es wird wohl vom Süden her regnen und der Boden ist auch noch kalt, aber dass er von unten her so einen Frost aufbaut, ist eher unwahrscheinlich. Das Glatteis gestern ist teilweise bis zu einem halben Zentimeter dick gewesen, das ist schon sehr viel.
Kann man Spiegeleis vorhersagen?
STOCKINGER: Ja, gut sogar. Wir kennen die Oberflächentemperatur des Bodens, wir wissen, ob der Niederschlag als Regen oder Schnee kommt - dann ist die Prognose nicht sehr schwer. Problematisch ist der Zeitpunkt: Regen auf kaltem Boden in der Nacht ist eine brisante Kombination. Passiert so etwas am Vormittag, ist es nicht so kritisch.
Waren die zuständigen Stellen gestern vorgewarnt?
STOCKINGER: Ja, wir geben täglich um 8.30 Uhr und 14 Uhr Prognosen heraus, und zwar an den Straßenwinterdienst des Landes, an Klagenfurt, Villach und Spittal. Die wussten schon Freitagvormittag, was auf sie zukommt.
Wie wird das Wetter in den nächsten Tagen?
STOCKINGER: Am Sonntag ist der Himmel noch bedeckt, aber die großen Niederschläge sind vorbei. Am Montag und Dienstag ist eine Zwischenbesserung zu erwarten, danach wird es wieder schlechter. Aber Lienz kann aufatmen: Für den Dolomiten-Lauf schaut es wieder sehr gut aus.











