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Zuletzt aktualisiert: 09.01.2008 um 20:45 Uhr

Flugrettern geht langsam die Luft aus

Bis zu einer halben Million Euro Defizit muss der Öamtc für die Flugrettung in Kärnten und Osttirol aus dem Vorjahr abdecken. Der Grund: jeder dritte Einsatz wird nicht mehr bezahlt.

Foto © Öamtc (Symbolbild)

Wenn sich die Rahmenbedingungen nicht ändern, könnte es ab 2010 keine Öamtc-Flugrettung mehr geben." Eckhard Wabnig, Landesgeschäftsführer des Automobil und Touringclubs blickt mit tiefen Sorgenfalten Sorgenfalten in die Zukunft.

Defizit. Über 2600 Einsätze sind im Vorjahr Christophorus 11 (Klagenfurt), Christophorus 7 (Lienz) und Alpin 1 (Patergassen) geflogen. "Das Defizit, welches wir aus Mitteln des Clubs ausgleichen müssen beträgt zwischen 300.000 und 500.000 Euro. Auf Dauer ist diese Belastung einfach nicht zu verkraften", warnt Wabnig. Die Gründe für die dramatische Entwicklung ortet der Manager in zwei Bereichen.

Steigende Preise. "Die Treibstoffpreise steigen exorbitant. Durch die steigenden Buntmetallpreise werden Ersatzteile für die Hubschrauber immer teuer und schlagen sich in erhöhten Servicekosten nieder. Im Gegenzug wurden die Pauschalsätze der Sozialversicherungsträger für die Einsätze in den letzten zehn Jahren gerade einmal um zehn Prozent erhöht." Zudem, so Wabnig, sind die "kranken Kassen" bei der Refundierung der Kosten immer restriktiver. Wabnig: "Wir werden über die Landesleitstelle des Roten Kreuzes - dass funktioniert übrigens hervorragend - angefordert.

Alles muss schnell gehen. Beim Kostenersatz wird dann am grünen Tisch oft wochen- und monatelang darüber gebrütet, ob der Einsatz des Rettungshubschraubers gerechtfertigt war oder nicht." Eine restriktive Verrechnung sei zwar legitim. Im Nachhinein seien Entscheidungen aber schwierig, so Wabnig.

"So kann es nicht weitergehen". Der Öamtc hat im Jahr 2000 mit anderen Anbietern die seit 1985 gesetzlich festgeschrieben flächendeckende Flugrettung vom Innenministerium übernommen. Ob der Vertrag in zwei Jahren verlängert wird, scheint derzeit mehr als fraglich. "Es ist an der Zeit, dass die politischen Entscheidungsträger die Rahmenbedingungen genau festgelegen. So wie jetzt kann es sicher nicht weitergehen", warnt Wabnig. Der Öamtc Landesgeschäftsführer tritt für die rasche Aufnahme von Verhandlungen ein, damit, wie er sagt eines der "weltweit besten Flugrettungssystem" nicht stirbt.

PETER KIMESWENGER

Flugeinsätze 2007

Grafik © Öamtc

Grafik vergrößernGrafik © Öamtc

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