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    Zuletzt aktualisiert: 02.01.2008 um 06:55 Uhr

    Verliebt, verlobt, verheiratet im digitalen Zeitalter

    Neue Studie über Dating im Internet und was "Werther" statt Selbstmord heute getan hätte. Konkrete Tipps für die erfolgreiche Partnersuche im Internet darf man sich allerdings nicht erwarten.

    Foto © APA

    Im 21. Jahrhundert angekommen, ist auch das Kennenlernen von Menschen über das Internet nichts Außergewöhnliches mehr - sei es über Internet-Plattformen oder gezielt auf Webseiten, welche der reinen Partnersuche dienen. Was hat sich an unserer Verabredungskultur und an der Art, wie wir unsere Liebe organisieren, verändert? Dieser Frage gehen die Autoren des Buches "dating.21" nach. Eine eindeutige Antwort gibt es keine, nur die, dass am Ende immer die Sehnsucht nach dem realen Kontakt steht.

    "dating.21" wurde im Rahmen eines Forschungsprojektes der Fachhochschule Salzburg herausgegeben. In 14 Aufsätzen werden Themen wie Begegnung, Verabredungskulturen, Kommunikation unter Liebenden, Liebe an sich, Dating-Shows und schließlich sogar die Eigentumsfrage im Internet diskutiert, nämlich "Wem gehören die Beziehungen im Netz?". Die Beiträge bieten einen interessanten Einblick in die neuen Formen der Kommunikation, Wechselbeziehungen und Kontaktaufnahme im Internet. Von einer leichten Lektüre kann jedoch nicht die Rede sein, da die Aufsätze - geschrieben von Wissenschaftern - auch sehr wissenschaftlich gehalten sind.

    Kaum deutlich Aussagen. "Werther würde heute nicht Selbstmord begehen, er würde im Internet nach einer anderen Frau suchen", so die im Buch häufig zitierte israelische Soziologin Eva Illouz über die Paarbeziehungen im Zeitalter des Internet. Auf so deutliche Aussagen lassen sich die Autoren selten ein, wie auch der Beitrag von Christian Eigner und Michaela Ritter mit dem selbstredenden Titel zeigt: "Doppelte Verführung. Über Formen der Liebe, Formen der Begegnung - und über die Unmöglichkeit, etwas über das Netz und die Liebe sagen zu können."


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