Umfrage: Österreichs Manager sind für Gagen-Offenlegung
Eine Umfrage unter Österreichs Managern zeigte, dass 75 Prozent für eine Veröffentlichung sind.

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Manager österreichischer Unternehmen können
transparenten Strukturen bei den Vorstandsgagen viel abgewinnen: Nach
einer Umfrage des Managementclubs (MC) unter seinen 4.000 Mitgliedern
(aus allen Managementebenen) spricht sich die überwiegende Mehrzahl
der Führungskräfte dafür aus, Vorstandsgehälter detailliert zu
veröffentlichen. "Damit könnte der Neiddebatte, die langsam
standortschädlich wird, der Wind aus den Segeln genommen werden#,
meinte MC-Generalsekretär Herbert Paierl im Gespräch mit der
Tageszeitung "Die Presse".
75 Prozent dafür. Konkret sprachen sich in der Umfrage drei von vier befragten
Managern (74,16 Prozent) dafür aus, dass börsenotierte Unternehmen
die fixen und erfolgsabhängigen Vergütungen ihrer Vorstandsmitglieder
im Geschäftsbericht "transparent" veröffentlichen sollen. Transparent
heißt, dass die Vergütungen für jedes Vorstandsmitglied getrennt
ausgewiesen werden müssen.
Kodex. Das sieht der geltende österreichische Corporate-Governance-Kodex
(eine Art Wohlverhaltensregelsammlung für börsenotierte Unternehmen)
ohnehin vor. Die Einhaltung dieses Kodex beruht aber auf
Freiwilligkeit. Mit dem Effekt, dass viele Unternehmen den Aufwand
für den gesamten Vorstand pauschal aufweisen.
Kodex soll verbindlich sein. Dazu interessant: Immerhin jeder zweite Manager (exakt 51,69
Prozent) meint, dass die Regeln des Corporate-Governance-Kodex
rechtlich verbindlich gemacht, also gesetzlich fixiert werden sollen.
Die Einhaltung des Kodex wäre dann für alle börsenotierten
Unternehmen verpflichtend. Ähnlich groß wie bei börsenotierten
Unternehmen ist die Zustimmung der Manager für Transparenz in
staatlichen oder staatsnahen Unternehmen. Auch hier meinen neun von
zehn Managern (90,46 Prozent), dass die Einkommen (sowohl fixe wie
auch erfolgsabhängige Teile) verpflichtend veröffentlicht werden
sollen.
Privat soll privat bleiben. Allerdings: "Das betrifft natürlich nur börsenotierte und
öffentliche Unternehmen", mein Paierl. "Privat soll privat bleiben".
91,25 Prozent der Befragten sind demgemäß strikt dagegen, dass
private, nicht börsenotierte Unternehmen offen legen müssen.
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Fakten
Die Chefetage der Bahn (ÖBB Holding) kassierte 2006 im Schnitt mit 553.000 Euro im Jahr beinahe doppelt so viel wie der Kanzler.

Grafik vergrößernEinkommen der Chefetage von staatsnahen BetriebenGrafik © APA












