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Zuletzt aktualisiert: 18.01.2008 um 18:29 Uhr

Umfrage: Österreichs Manager sind für Gagen-Offenlegung

Eine Umfrage unter Österreichs Managern zeigte, dass 75 Prozent für eine Veröffentlichung sind.

Foto © APA

Manager österreichischer Unternehmen können transparenten Strukturen bei den Vorstandsgagen viel abgewinnen: Nach einer Umfrage des Managementclubs (MC) unter seinen 4.000 Mitgliedern (aus allen Managementebenen) spricht sich die überwiegende Mehrzahl der Führungskräfte dafür aus, Vorstandsgehälter detailliert zu veröffentlichen. "Damit könnte der Neiddebatte, die langsam standortschädlich wird, der Wind aus den Segeln genommen werden#, meinte MC-Generalsekretär Herbert Paierl im Gespräch mit der Tageszeitung "Die Presse".

75 Prozent dafür. Konkret sprachen sich in der Umfrage drei von vier befragten Managern (74,16 Prozent) dafür aus, dass börsenotierte Unternehmen die fixen und erfolgsabhängigen Vergütungen ihrer Vorstandsmitglieder im Geschäftsbericht "transparent" veröffentlichen sollen. Transparent heißt, dass die Vergütungen für jedes Vorstandsmitglied getrennt ausgewiesen werden müssen.

Kodex. Das sieht der geltende österreichische Corporate-Governance-Kodex (eine Art Wohlverhaltensregelsammlung für börsenotierte Unternehmen) ohnehin vor. Die Einhaltung dieses Kodex beruht aber auf Freiwilligkeit. Mit dem Effekt, dass viele Unternehmen den Aufwand für den gesamten Vorstand pauschal aufweisen.

Kodex soll verbindlich sein. Dazu interessant: Immerhin jeder zweite Manager (exakt 51,69 Prozent) meint, dass die Regeln des Corporate-Governance-Kodex rechtlich verbindlich gemacht, also gesetzlich fixiert werden sollen. Die Einhaltung des Kodex wäre dann für alle börsenotierten Unternehmen verpflichtend. Ähnlich groß wie bei börsenotierten Unternehmen ist die Zustimmung der Manager für Transparenz in staatlichen oder staatsnahen Unternehmen. Auch hier meinen neun von zehn Managern (90,46 Prozent), dass die Einkommen (sowohl fixe wie auch erfolgsabhängige Teile) verpflichtend veröffentlicht werden sollen.

Privat soll privat bleiben. Allerdings: "Das betrifft natürlich nur börsenotierte und öffentliche Unternehmen", mein Paierl. "Privat soll privat bleiben". 91,25 Prozent der Befragten sind demgemäß strikt dagegen, dass private, nicht börsenotierte Unternehmen offen legen müssen.


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Fakten

Die Chefetage der Bahn (ÖBB Holding) kassierte 2006 im Schnitt mit 553.000 Euro im Jahr beinahe doppelt so viel wie der Kanzler.

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