Vormittags-Kindergarten wird ab März kostenlos
Bis zu 75 Euro monatlich zahlt das Land für alle Drei- bis Sechsjährigen dazu. Gesamtbudget: 6,5 Millionen Euro. Für Ganztagesbetreuung müssen die Eltern aber aufzahlen.
Ganz gratis, wie die ÖVP jubelt, wird ein Kindergarten-Platz zwar für die meisten Eltern auch künftig nicht sein. Ab März 2008 wird es aber eine deutliche Entlastung geben: 75 Euro pro Monat schießt das Land für die Betreuung von Drei- bis Sechsjährigen dazu. Damit können Eltern entweder die Vormittags-Betreuung zahlen oder eine Tagesmutter.
Differenz aufzahlen. Laut Kindergarten-Inspektorin Iris Raunig gehen freilich mehr als die Hälfte der Kinder ganztägig in den Kindergarten. In diesem Fall müssen die Eltern bzw. alleinerziehenden Mütter die Differenz aufzahlen. Ein "familienpolitischer Meilenstein" für ÖVP-Landesrat Josef Martinz, auf den die Initiative zurückgeht, die auch von BZÖ und SPÖ abgesegnet wurde.
Zeitlich begrenzt. Das Projekt ist zunächst zeitlich begrenzt auf elf Monate. Die Kosten schätzt Martinz auf bis zu 6,5 Millionen Euro, die durch die Zinsen aus dem Hypo-Verkaufserlös abgedeckt werden. Abgewickelt wird die Auszahlung über das "Hilfswerk". Der Ablauf: Die Eltern müssen erst einen Antrag ausfüllen, der dann von der Kindergartenleitung bestätigt und an das Hilfswerk weitergeleitet wird. Verrechnet wird zwischen Kindergarten bzw. Tagesmutter und Hilfswerk.
Abrechnung. Die Beauftragung des ÖVP-nahen Hilfswerks stößt der SPÖ heftig auf. Parteichefin Gaby Schaunig hat dem zwar zugestimmt, weil sie dem "Projekt nicht im Weg stehen" wollte. Sie hätte sich aber eine direkte Abrechnung zwischen dem Land und den Gemeinden als Kindergarten-Betreiber gewünscht. Ihre Befürchtung: Die "zusätzliche Schiene" Hilfswerk bringe mehr Verwaltungsaufwand.
Hilfswerk. Das Hilfswerk würde zum Selbstkostenpreis arbeiten und sei durch lange Kindergarten-Erfahrung für die Aufgabe prädestiniert, hält Martinz entgegen.











