Voves nennt Arigona-Abschiebung "Schande"
Landeshauptmann Franz Voves hat deutliche Worte zum Fall Arigona gefunden. Die geplante Abschiebung des Mädchens sei "eine Schande für die Wohlstandsgesellschaft", Platters Ebtscheidung hält er für ein "schändliches Beispiel".

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Der steirische Landeshauptmann Franz Voves (S) hat am
Montag im Pressefoyer nach der letzten Sitzung der steirischen
Landesregierung vor Weihnachten Stellung zum Fall Arigona genommen:
"Ich halte das für eine Schande für die Wohlstandsgesellschaft, dass
wir dieses Problem nicht schon längst im Stillen und humanitär gelöst
haben" - unter "Rücksichtnahme auf die junge Dame, damit sie nicht so
in die Öffentlichkeit gezerrt wird".
Schändliches Beispiel.
Man müsse sich vorstellen, was in so einem Fall in einem jungen
Menschen vorgehe - er halte die Entscheidung von Minister Günther
Platter (V) für ein "schändliches Beispiel", so der steirische LH auf
eine Journalistenanfrage am Rande des Pressefoyers. "Wenn dafür
Gesetze als Basis vorhanden sind, dann haben wir halt ein
unmenschliches Gesetz. Dann muss man bereit sein, das Gesetz zu
ändern." Knapp fiel der Kommentar von LHStv. Hermann Schützenhöfer
von der Volkspartei aus: "Ich habe den Erklärungen des Bundeskanzlers
und des Innenministers nichts hinzuzufügen."
Hilfe.
Voves meinte ferner, dass man jener steirischen Lehrerin zur Seite
stehen könne, die zwei Kinder der in den Kosovo abgeschobenen
Peggauer Familie Milici in die Steiermark zurückholt, um ihnen den
Abschluss der Schulausbildung zu ermöglichen. Es lägen derzeit fünf
Fälle vor, in den das Land Steiermark sich für einen Verbleib der
Betroffenen aus humanitären Gründen einsetze. "Aber der Ball ist beim
Innenministerium, dort wird geprüft und wir müssen abwarten", sagte
Voves.
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Viele bieten Arigona Hilfe anFoto © APA










