New Yorker Lokale zählen Kalorien
In der Acht-Millionen-Metropole müssen die Restaurants auf ihren Speisekarten die Kalorien anführen. Der Dachverband der Restaurants zog gegen diese Regelung vor Gericht. Der Einspruch wurde jetzt abgelehnt.

Foto © APABurger King muss ab sofort die Kalorien auf den "Burgern" angeben
Dicke Kinder soll es in New York in Zukunft nicht mehr geben: Die Kettenrestaurants der Stadt müssen ab sofort auf ihre Speisekarte schreiben, wieviel Kalorien ein Big Mac, ein Taco oder ein White Mocca Frappucino hat.
Das Gesetz gibt es zwar schon seit Anfang des Jahres, aber der Dachverband New York State Restaurant Association ist dagegen vor Gericht gezogen. Denn das verletze die in der Verfassung garantierte Pressefreiheit, da es die Restaurants zwinge, die Meinung des Staates über Kalorien zu drucken, lautete das Argument.
Übergangsfrist.
Das sah ein Bundesgericht am Freitag vergangener Woche allerdings anders. Nun müssen Burger King und KFC ihre Kalorien zählen, es gibt nur noch eine Übergangsfrist bis zum 3. Juni, dann werden Geldstrafen fällig.
Mehr als die Hälfte übergewichtig.
Zwar sind die New Yorker - zumindest die schönen weißen Menschen aus Manhattan, die wir aus Serien wie "Sex and the City" kennen - schlanker als der Rest des Landes, aber das heißt nicht viel. Denn die Realität sieht ganz anders aus: Zehn Millionen Pfund hat die Stadtbevölkerung in den letzten zwei Jahren zugelegt, stellt die New York Times fest, das ist mehr als ein Kilogramm pro Person. Diabetes und Herzerkrankungen nehmen aus diesem Grund rapide zu, vor allem in Bezirken wie Harlem oder der Bronx. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in der Acht-Millionen-Metropole schleppt zu viele Kilos mit sich herum, jeder sechste gilt als fettleibig. Schon im Kindergarten ist ein Fünftel aller Kinder krankhaft dick.
Features
Gesündere Fette
New York verordnet den Bürgern und auch Besuchern der Stadt generell gesünderes Essen.
Seit Juli 2007 dürfen Imbisse, Restaurants und Doughnut- Bäckereien der Metropole keine Transfette mehr verwenden.
Mahnung
Das neue Gesetz geht auf Bürgermeister Michael Bloomberg zurück, der selbst ein Gesundheits-












