Rollende Wracks: Risiko bei Kleinlastern steigt
Auf Südautobahn bei Wernberg gestoppter Kleinbus ist reif für die Schrottpresse. Lenker (38) aus Rumänien gab sich recht gelassen.

Foto © MoritschDer auf der Südautobahn gestoppte Kleinbus
"Dieser Fall ist sicher extrem." So beurteilt Hanspeter Mailänder, stellvertretender Kommandant der Verkehrsabteilung im Landespolizeikommando, jenen Kleinbus, der, wie berichtet, auf der Südautobahn bei Wernberg aus dem Verkehr gezogen wurde. Der Wagen - er fuhr im Konvoi mit drei anderen Fahrzeugen - war mit vier Personen besetzt. Hinter dem Lenkrad saß ein Rumäne (38). Als zwei Beamte einer Zivilstreife der Autobahnpolizei Villach das rollende Wrack zur Dienststelle in Zauchen eskortierten, blieb der Fahrer recht gelassen. Selbst als die Polizisten die Kennzeichen abmontierten, behielt er die Fassung. "Das Auto ist reif für die Schrottpresse", so Mailänder.
"Oft übermüdet". Bei technischen Schwerpunktkontrollen bleiben, so Mailänder, in der Regel "um die zehn Prozent" der Fahrzeuge auf der Strecke. Ihnen wird wegen "Gefahr im Verzug" die Weiterfahrt untersagt. "Problematisch sind die Kleinlaster bis 3,5 Tonnen aus Osteuropa. Ihre Zahl steigt sprunghaft. Die Fahrer sind oft übermüdet, fahren zu schnell und haben die Fahrzeuge auch noch überladen", schildert Mailänder.
"Hänger fehleranfälliger". Ein eigenes Kapitel für die Polizei sind auch die Sattelauflieger und Hänger im schweren Lkw-Bereich. Mailänder: "Die Zugfahrzeuge werden nach vier bis fünf Jahren und Kilometerleistungen um eine Million ausgetauscht. Die Hänger und Auflieger bleiben viel länger in Verwendung und werden damit auch wesentlich fehleranfälliger."
Features
Fakten
Bei Schwerpunktkontrollen auf den Autobahnen arbeitet die Polizei mit den Prüfzügen des Landes und des Bundes zusammen. Durch Spezialgeräte können auch sehr versteckte Mängel an den Fahrzeugen aufgespürt werden.











