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Zuletzt aktualisiert: 03.12.2007 um 05:16 Uhr

Der Nikolaus bleibt ein willkommener Gast

Der Nikolaus ist auch heuer wieder in Wien Mittelpunkt von Polit-Diskussionen. In der Steiermark hat der Nikolaus weiterhin Zutritt in die Kindergärten. Schulungen für Darsteller sind besonders gefragt.

Der Nikolaus darf kommen, den Krampussen bleibt hingegen der Eintritt verwehrt

Foto © APADer Nikolaus darf kommen, den Krampussen bleibt hingegen der Eintritt verwehrt

Darf er, oder darf er nicht? Die Diskussion, ob dem Nikolaus am 5. und 6. Dezember Einlass in die Kindergärten gewährt wird, ist - allerdings in abgeschwächter Form - auch heuer wieder in Wien ausgebrochen. In der Steiermark herrscht in diesem Punkt Einigkeit: Der Nikolaus ist ein willkommener Gast!

"Total dafür". "In der Steiermark gibt es keine Diskussion zu diesem Thema", erklärt Landesrätin Bettina Vollath. Sie selbst sei "total dafür", dass der Nikolo in den Kindergarten kommt. "In unserer Gesellschaft wird es immer wichtiger, dass Rituale gepflegt werden und dadurch die Identität gestärkt wird", so Vollath. Auch die Grazer Stadträtin Tatjana Kaltenbeck-Michl sieht das ähnlich: "Ich bin dafür, dass wir Respekt vor anderen Kulturen und Religionen haben, aber man muss auch zu den eigenen Traditionen stehen."

Reflexion. Beide betonen jedoch, dass der Besuch des gütigen Gesellen allein nicht ausreicht. "Wichtig ist die gute Reflexion, dass man mit den Kindern darüber spricht, was dieser Brauch bedeutet", erklärt Vollath. Gerade in Kindergärten mit Migrantenanteil sei dies notwendig. "Nur weil der Nikolaus in den Kindergarten kommt, heißt das nicht, dass die Multikulturalität nicht gefördert wird. Man sollte aber auch auf Bräuche aus anderen Kulturkreisen stärker eingehen", fordert die Landesrätin.

Lerneffekt. Andreas Steiner, Referent für Gesellschaftspolitik der Diözese Graz-Seckau, sieht den Nikolobrauch grundsätzlich abseits von kulturellen Grenzen. "Der heilige Nikolaus ist jemand gewesen, der sich für in Not geratene Menschen eingesetzt hat, unabhängig von Hautfarbe, Herkunft oder Geschlecht", sagt Steiner.

RAINER BRINSKELLE, KONSTANTIN TZIVANOPOULOS

Fakten

Die Figur des heiligen Nikolaus geht auf den Bischof Nikolaus von Myra (heutige Türkei) zurück. Als Sohn reicher Eltern soll er sein geerbtes Vermögen unter den Armen verteilt haben.

Foto

Foto © APA

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Fakten

Nikolaus hat wundervolle Taten vollbracht: Unter anderen soll er während einer großen Hungersnot auf wundersame Weise das für den Kaiser in Byzanz vorgesehene Korn vermehrt haben, so dass die Bewohner von Myra zwei Jahre davon aßen. Namenstag ist der 6. Dezember, das ist auch sein Todestag.

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