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Zuletzt aktualisiert: 26.11.2007 um 12:24 Uhr

Mehr als 60.000 Verletzte auf heimischen Schipisten befürchtet

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) rät dringend zu einer defensiven Fahrweise - in der letzten Saison ging für 29 Menschen die Talfahrt tödlich aus, gleich 40 Personen kamen beim Varianten- und Tourenschigehen ums Leben.

Tempolimits bereits auf Pisten in der Schweiz

Foto © APATempolimits bereits auf Pisten in der Schweiz

Mit mehr als 60.000 Verletzten rechnet das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) in diesem Winter auf den Schipisten. Rund zehn Millionen Menschen würden sich jedes Jahr in Österreichs Bergen tummeln, zwei Drittel von ihnen seien Gäste aus dem Ausland, hieß es Montagvormittag in einer Presseaussendung.

"Nie völlig zu vermeiden". "Bei so vielen Wintersportlern sind Unfälle auch bei den besten Vorsätzen nie völlig zu vermeiden", erklärte Elisabeth Bruckmüller vom KfV. In der vergangenen Saison haben sich rund 50.000 Schifahrer und Snowboarder so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. 63 Prozent von ihnen waren Männer. Fast die Hälfte aller Verletzungen (47 Prozent) betraf Beine und Füße, 28 Prozent Arme und Hände, elf Prozent den Kopf. Für 29 Menschen ging die Talfahrt laut KfV tödlich aus, gleich 40 Personen kamen beim Varianten- und Tourenschigehen ums Leben.

73 Prozent Männer. Etwa ein Viertel der Verletzten in der Saison 2006/07 waren Snowboarder. In 73 Prozent der Fälle waren männliche Sportler in Unfälle verwickelt. Im Gegensatz zu Schifahrern sind mit 48 Prozent vor allem die oberen Extremitäten betroffen. Nur neun Prozent aller Unfälle auf den österreichischen Pisten waren in der vergangenen Wintersaison auf Zusammenstöße zurückzuführen. Beim Großteil (84 Prozent) handelte es sich um Stürze ohne Fremdverschulden.

Dringender Rat. Das Kuratorium rät zu einer defensiven Fahrweise. Auch wenn einen nach einem langen Sommer der Eifer packt, sollten regelmäßig Pausen eingelegt werden. "85 Prozent der schweren Kopfverletzungen können durch das Tragen eines Schutzhelms verhindert oder zumindest gemildert werden", betonte Brückmüller. Kinder sollten auf jeden Fall entsprechend geschützt werden. Mit dem Alkoholkonsum sollte man bis zum Apres-Schi warten.


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Foto © Alpina

Ein Helm schützt vor schweren KopfverletzungenFoto © Alpina

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