96 Prozent für Wutscher und viel Kritik für eigene Funktionäre
Jahreshauptversammlung des Bauernbundes in Klagenfurt bestätigte Walfried Wutscher als Obmann. Der hielt ein Plädoyer für die EU.

Foto © CikWalfried Wutscher wurde in seinem Amt bestätigt
Eine Überraschung war von vornherein ausgeschlossen. "So lange sich Walfried Wutscher den Wahlen stellen wird, wird er sie auch gewinnen", hieß es schon vor dem Landesbauerntag, wie der ÖVP-Bauernbund seine Jahreshauptversammlung selbstbewusst nennt. Entsprechend fiel auch das Wahlergebnis aus. Von den 152 Delegierten gaben 145 Wutscher ihre Stimme. In Prozenten: 96. Da störte es auch niemanden, dass der eigentlich angekündigte Gerhard Wlodkowski, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, seine Kärntner Standeskameraden versetzte. Immerhin: Die Kärntner ÖVP war mit Josef Martinz, den vier Landtagsabgeordneten Stephan Tauschitz, Raimund Grilc, Ferdinand Hueter, Robert Lutschounig und Nationalrat Klaus Auer so prominent wie möglich vertreten.
"Marktregulierungen sinnvoll". In Wutschers emotional gehaltenem Grundsatzreferat standen zwei Punkte im Vordergrund: Kritik an den eigenen Funktionären, die "verantwortungsvolle Lösungen nicht verteidigen", und - wohl um einen bewussten Kontrapunkt zum heutigen freiheitlichen Patrioten-Treffen zu setzen - die positiven Aspekte der Europäischen Union. "Die EU bringt uns Millionen Euro über die Weideprämie und andere Wege, daran sollten wir auch einmal denken." Gleichzeitig stellte er die Frage, ob man es wirklich riskieren soll, die Bauern auf den freien Markt zu entlassen? "Denn Bauern haben keinen Dienstvertrag, sie arbeiten aus Verantwortungsgefühl heraus. Daher machen Marktregulierungen Sinn."
Stellvertreter. Zu Wutschers Stellvertretern wurden Johann Mössler, Maria Happe-Schütz und Franz Gruber gewählt.










