200 Peitschenhiebe für Vergewaltigungsopfer
Eine brutale Strafe für ein Vergewaltigungsopfer in Saudi-Arabien sorgt in den USA für Empörung.

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Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton forderte
US-Präsident George W. Bush auf, gegen die die geplante Bestrafung
des Vergewaltigungsopfers mit 200 Peitschenhieben zu protestieren.
"Ich appelliere an Präsident Bush, auf König Abdullah einzuwirken,
damit das Urteil aufgehoben wird." Zugleich solle die saudische
Justiz alle Vorwürfe gegen die Frau fallenlassen, sagte die ehemalige
First Lady laut US-Medienberichten vom Donnerstag.
"Das Urteil ist ein Verbrechen." Die demokratische Kandidatin
kritisierte, dass Bush bisher nicht gegen das Urteil vorgegangen sei.
"Wenn ich Präsidentin bin, werde ich die Menschenrechte wieder zu
einem Hauptpunkt der US-Politik machen", sagte Clinton weiter. Auch
andere demokratische Präsidentschaftsbewerber zeigten sich empört
über das Urteil.
"Vergehen" des Mädchens. Die 19 Jahre alte Frau war in einem Berufungsverfahren in der
saudischen Stadt Katif zu 200 Peitschenhieben und sechs Monaten Haft
verurteilt worden - nachdem sie von sieben Männern sexuell
missbraucht worden war. Ihr "Vergehen": Als die Vergewaltiger sie im
März 2006 verschleppten, habe sie mit einem Mann im Auto gesessen,
der weder mit ihr verheiratet noch verwandt ist. Das ist in dem
islamischen Königreich ein Straftatbestand.
90 Peitschenhiebe. Zuerst war sie "lediglich" zu 90 Peitschenhieben verurteilt
worden. In dem Berufungsverfahren wurden auch die Strafen für
Vergewaltiger erhöht. Diese müssen nun für zwei bis neun Jahre ins
Gefängnis. Auch zahlreiche Menschenrechtsorganisationen hätten gegen
das Urteil protestiert.











