Nun schlägt Schutti zurück
Untreue? Bestechung? Gegen Sporthilfe-Boss Toni Schutti wurden schwere Geschütze aufgefahren. Die Staatsanwaltschaft hat die Voruntersuchung jetzt aber eingestellt.

Foto © GEPAAnton Schutti
Diese Vorwürfe hatten es in sich: Untreue, Amtsmissbrauch, mögliche Geschenkannahme, Bestechung! Der Salzburger Polizist Helmut Naderer - zugleich Stadtrat der Freien Demokraten Seekirchen (FDS) - und FDS-Obmann Franz Schmidhuber hatten gegen Sporthilfe-Geschäftsführer Toni Schutti eine diesbezügliche Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Salzburg eingebracht. Die Vorwürfe standen im Zusammenhang mit der Salzburger Olympiabewerbung 2014, deren Geschäftsführer Schutti bis März 2006 gewesen ist. Nach nur drei Wochen hat die Staatsanwaltschaft die Voruntersuchung jetzt eingestellt.
Vorwürfe haltlos. "Ich habe immer gewusst, dass alle Vorwürfe absolut haltlos sind. Dennoch verspüre ich eine gewisse Erleichterung", so Schutti. "Die Herren Naderer und Schmidhuber haben ihre - wie sie es selbst bezeichneten - streng vertraulichen Unterlagen gleich an 17 Persönlichkeiten verschickt. Darunter waren unter anderen auch Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden", setzt Schutti nun zum Gegenangriff an. "Ich habe gegen die Verursacher dieser Diffamierung - inklusive zweier Zeitungen - rechtliche Schritte eingeleitet. Es kann nicht sein, dass man derart beschmutzt wird und dann vielleicht hört: Wir haben uns getäuscht, es tut uns leid", schäumt Schutti.
Stichwort getäuscht. Schmidhuber und Naderer hatten der Justiz kopierte Belege über "Finanztransaktionen aus dem Ausland in der Höhe von 10.000 Euro auf ein Konto von Schutti" präsentiert. "Ich habe um 10.000 Euro Dollar und Schweizer Franken gekauft, ich habe diese Summe überwiesen. Die Herren, die mich angezeigt haben, haben das Minus hinter dem Bankauszug übersehen. Ich habe 10.000 Euro bezahlt und nicht bekommen", klärt Schutti diesen Vorwurf auf. Der Sporthilfe-Boss wird nun auch eine Klage wegen Datenschutzverletzung einbringen.
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Vorwürfe gegen Schutti, er habe ein Nahverhältnis zum russischen Schiverband, sind bereits vor den Olympischen Winterspielen in Turin 2006 aufgetaucht.










