Kärntner Suchtpräventionsprogramm in Europa
Präventionsprogramm gegen Cannabis-Missbrauch bei Jugendlichen wird auf internationaler Konferenz in Litauen vorgestellt.
Seit nunmehr vier Jahren wird in Kärnten das Suchtpräventionsprogramm "way out" durchgeführt. Rund 340 Jugendliche nahmen bisher an ihm teil. Die Erfolgsquote liegt bei rund 75 Prozent. Durch "way out" schafften bislang 255 Jugendliche den Absprung von ihrer Sucht, erklärte Gesundheitsreferent Landesrat Wolfgang Schantl am Dienstag.
Einzigartig.
Entwickelt wurde das Programm von der Landesstelle für Suchtprävention unter Barbara Drobesch-Binter im Auftrag des Gesundheitsreferenten, der Drogenkoordination und dem Verein Neustart, der das Angebot auch kärntenweit durchführt.
Das in Kärnten entwickelte Programm findet auch europaweit Anerkennung. Weil es in Österreich kein weiteres evaluiertes Programm für diese Zielgruppe gebe, wurde die Landesstelle für Suchtprävention im April dieses Jahres im Rahmen der deutschen EU-Präsidentschaft eingeladen, "way out" bei einem europäischen Fachkongress in Berlin zu präsentieren, erklärt Drobesch-Binter.
Internationale Konferenz.
Auch andere EU-Mitgliedstaaten wurden auf das Programm aufmerksam. Am 22. November wird es durch die Landesstelle für Suchtprävention im Rahmen einer hochkarätig besetzten internationalen Konferenz in Vilnius (Litauen) vorgestellt.
Zielgruppe.
"Das speziell für die Gruppe der 14- bis 20-Jährigen entwickelte Programm hat zum Ziel, mit Jugendlichen, die Suchtgifte konsumieren aber noch keine massive Abhängigkeit entwickelt haben, über den Zeitraum von einem halben Jahr intensiv zu arbeiten", so der Gesundheitsreferent. Gemeinsam mit Experten soll das Konsumverhalten kritisch reflektiert und den Betroffenen positive Alternativen zur Lebensbewältigung präsentiert werden, damit sie in weiterer Folge keine illegalen Substanzen mehr konsumieren, so Schantl.











