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Zuletzt aktualisiert: 14.11.2007 um 05:10 Uhr

"Das Nachschlagen der SPÖ war unfair"

Vorstand Franz Sonnberger über die Trennung von der Kabeg und seinen Austritt aus der Kärntner SPÖ. Gerüchte, dass er zum Waffenerzeuger Glock geht, weist er zurück.

Ihr Vorstandsmandat wurde nicht verlängert. Ihr Abschied von der Kabeg ist endgültig?
SONNBERGER: Wir trennen uns im Guten. Ich bin froh und dankbar, dass ich zehn Jahre lang etwas habe aufbauen dürfen.

Haben Sie sich mit Ihren Vertragsverhandlungen um mehr Gehalt selbst hinaus manövriert?
SONNBERGER: Ich habe nichts anderes getan wie jeder Vorstand, der mit dem Eigentümer verhandelt. Wir leben ja in einer offenen Gesellschaft, wo wir untereinander reden und verhandeln können. Ich respektiere die Entscheidung des Eigentümers. Ich bin niemandem böse.

Der Kärntner SPÖ offenbar schon. Man hört, sie sind aus der Partei ausgetreten.
SONNBERGER: Ich trat aus der Kärntner SPÖ aus, aber das hat einen anderen Grund. Das Nachschlagen der SPÖ war unfair.

Wer schlug Ihnen nach?
SONNBERGER: Der Landesparteisekretär der SPÖ hat nachgeschlagen - nicht nur auf mich sondern auf alle leitenden Spitals-Mitarbeiter, die sich für mich eingesetzt haben, indem er sie als Seilschaft verunglimpft hat und von Geiselhaft sprach. Dieses Nachschlagen Menschen gegenüber fand ich zutiefst verabscheuenswürdig.

Sie meinen Gerald Passegger ist das selbst eingefallen?
SONNBERGER: So etwas tut man jedenfalls nicht. Es wäre richtig, wenn man sich bei den LKH-Leuten entschuldigen würde. Ich war 30 Jahre in der Partei, aber wenn Menschen verunglimpft werden, nur weil sie mit mir solidarisch waren, verärgert mich das zutiefst. Da will ich nicht mehr dabei sein.

INTERVIEW: ADOLF WINKLER

Kabeg

Das Management der Kabeg beschäftigt rund 35 Mitar-
beiter
, unter dem Dach der Gesellschaft befinden sich die Landespitäler in Klagenfurt, Villach, Wolfsberg, Hermagor und Laas mit insgesamt mehr als 7000 Mitarbeitern. Die Kabeg verfügt über ein Jahresbudget von 800 Millionen Euro.

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