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    Zuletzt aktualisiert: 13.04.2008 um 12:22 Uhr

    Sex-Affäre des FC Thun kommt vor Gericht

    Zwölf ehemalige und aktuelle Spieler des FC Thun wurden verhaftet, für Konsequenzen wartet der Vereinspräsident auf Ergebnisse der Strafuntersuchung.

    Schwere Vorwürfe gegen einige Spieler von Rene von Eck

    Foto © ReutersSchwere Vorwürfe gegen einige Spieler von Rene von Eck

    Die Sex-Affäre des Schweizer Fußball-Traditionsclubs FC Thun hat im vergangenen November die Sportwelt erschüttert. Nun beginnt am Donnerstag die juristische Aufarbeitung des Falls - allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die zuständige Thuner Einzelrichterin hat einem entsprechenden Begehren des Opfers stattgegeben, wie aus einer Mitteilung des Gerichts hervorgeht. Allfällige Urteile will die Richterin in anonymisierter Form bekanntgeben.

    Aufschluss. Deshalb ist nicht klar, ob die gerichtliche Beurteilung der Öffentlichkeit tatsächlich Aufschluss über das Ausmaß der Affäre gibt. Seit deren Auffliegen wurde immer wieder Kritik laut, die Berner Untersuchungsbehörden hätten den Fall durch offensive Informationspolitik aufgebauscht, und die Medien seien dankbar auf den Zug aufgesprungen.

    Hintergrund. Die Behörden hatten im vergangenen November mitgeteilt, zwölf aktive oder ehemalige Spieler des FC Thun sowie neun Außenstehende wegen Verdachts auf sexuelle Handlungen mit einer Minderjährigen festgenommen zu haben. In der Folge wurden 13 Personen angezeigt, zwei Anzeigen betrafen aktive Spieler des FC Thun.

    Verbleib im Kader. Der FC Thun seinerseits stellte sich lange hinter die mutmaßlich betroffenen aktiven Spieler und beließ sie vorderhand im Kader. Dabei pochte die Vereinsleitung auf die bis zu einem vorliegenden Urteil geltende Unschuldsvermutung. Erst unter dem Druck von Öffentlichkeit und Schweizer Fußballverband suspendierte der Verein Ende Februar zwei aktive Spieler der ersten Mannschaft und zwei Aktive der U-21-Mannschaft.


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