Großbrand versetzte London in Angst und Schrecken
Großbrand in einer Busgarage sorgte kurzfristig für Verwirrung und rasselnde Aktienkurse in London. Polizei schließt einen Terroranschlag aus.

Foto © ReutersGigantische Rauchsäule über London
Ein Großfeuer auf dem Londoner Olympia-Gelände hat am Montag mit einer riesigen Rauchwolke den Himmel über der britischen Metropole verdunkelt. Der Brand, der gegen Mittag in einem nicht mehr benutzten Lagerhaus ausbrach, versetzte viele Menschen in Angst und Schrecken. Die Polizei konnte jedoch rasch einen Terroranschlag ausschließen. Niemand wurde verletzt.
Vermutlich Brandstiftung.
"Zur Ursache des Feuers wird es eine umfangreiche Untersuchung geben", sagte der Chef der Londoner Olympia-Behörde, David Higgins. "Erste Anzeichen deuten eher auf einen Unfall hin als auf Brandstiftung." Higgins lobte die "schnelle Reaktion der Feuerwehr und der Sicherheitskräfte". Das betroffene Gelände liegt am äußeren Rand des geplanten Sportparks für die Olympischen Spiele 2012.
"Das war gewaltig".
Die zunächst dunkle, später aber helle Rauchsäule stieg hunderte Meter in den Himmel auf. "Das war gewaltig, überall Rauch und gelbe Flammen", sagte die Augenzeugin Ruth Ward-Jackson (26). Was abgesehen von dem Gebäude selbst brannte, war zunächst nicht ganz klar. In unbestätigten Medienberichten war von ausrangierten Reifen die Rede.
Gigantische Rauchsäule.
Die Rauchwolke war bei kristallklarem Himmel vom Stadtzentrum aus sowie rund 30 Kilometer weit bis ins Londoner Umland zu sehen. Dennoch musste der Betrieb auf dem etwa sieben Kilometer entfernten innerstädtischen Flughafen London City nicht eingestellt werden. Allerdings sei wegen des Rauchs die Start- und Landerichtung geändert worden, sagte ein Airportsprecher. Jedoch wurden einige regionale Bahnverbindungen behindert.
15 Löschzüge im Einsatz.
Die Feuerwehr setzte 15 Löschzüge und mehr als 75 Brandbekämpfer ein, konnte die Flammen jedoch erst nach rund drei Stunden unter Kontrolle bringen. Das durch den Brand völlig zerstörte Lagerhaus in der Nachbarschaft von drei Busdepots der Londoner Verkehrsbetriebe sollte in den nächsten Wochen abgerissen werden.
Features
Fakten
Die britische Hauptstadt steht seit den Selbstmord-
anschlägen vom
Juli 2005 unter hohen Sicherheitsvor-
kehrungen. Bei den Anschlä-
gen auf
drei Londoner U-Bahnen und einen Bus waren 56 Menschen ums Leben
gekommen.












